Linton Maina hat gegen den VfL Wolfsburg das entscheidende Tor zum Sieg geschossen. Nach der Partie sprach der Angreifer über seine Entwicklung seit der Winterpause – und die Gerüchte über einen vorzeitigen Abgang.
Zum vierten Mal in Folge stand Linton Maina gegen den VfL Wolfsburg in der Startelf. Am ersten Spieltag nach der Winterpause, beim 1. FC Heidenheim, war der Angreifer noch im Laufe des zweiten Durchgangs eingewechselt worden und hatten für ordentlich Wirbel gesorgt. Gegen München wurde der gebürtige Berliner schließlich mit seinem dritten Startelf-Einsatz in dieser Saison belohnt.
Maina dankte es gegen den Rekordmeister mit seinem ersten Saisontor. Seither ist der Flügelstürmer erstmal nicht mehr wegzudenken aus der Startelf von Trainer Lukas Kwasniok. Auch zuletzt gegen Freiburg leitete Maina das zwischenzeitliche 1:0 mit einem beherzten Antritt in den Strafraum und seiner anschließenden Hereingabe ein. Gegen Wolfsburg vollendete er schließlich mit seinem schwächeren linken Fuß aus 16 Metern.
Co-Trainer spricht Maina den linken Fuß ab
„Unser Co-Trainer sagt, ich habe keinen linken Fuß“, scherzte Maina hinterher. Wohlwissend, dass sein Abschluss noch von Moritz Jenz abgefälscht wurde und Kamil Grabara im Tor deswegen chancenlos war. „Normalerweise hält er den wohl fest. Aber ein bisschen Glück gehört auch dazu“, sagte der Torschütze. Dabei machte Maina deutlich: „Spieler auf meiner Position brauchen Tore und Vorlagen, um ein gutes Gefühl zu haben und daran zu glauben.“ Schon das Tor im Testspiel gegen den FC Lugano habe ihm dabei Auftrieb für die Rückrunde gegeben.
Den einen Grund für Mainas Aufschwung seit dem Jahreswechsel sieht der Spieler selbst aber nicht. „Bei mir ist nichts passiert im Winter. Ich spiele jetzt mehr, den Spaß hatte ich davor aber auch schon“, sagte 26-Jährige. Zwar gab Maina auch zu, dass die Phase in der Hinrunde „natürlich nicht einfach“ gewesen sei. Gedanken an einen Abgang im Winter, wie medial kolportiert, hatte der Flügelflitzer jedoch nie. „Ich hatte nie Gedanken, dass ich gehen will. Ich bin immer mit Spaß zum Training gekommen und hatte gehofft, dass meine Chance irgendwann kommt.“
„Ist egal, wer die Aufstiegshelden waren“
Mit 14 Scorerpunkten gehörte Maina in der vergangenen Saison noch zu einem der Garanten für den Aufstieg. Seine Verlängerung verkündete er bei der Aufstiegsfeier selbst am Mikrofon – und sorgte damit für viel Jubel der 50.000 Fans auf dem Rasen und den Rängen. Dass sich Maina dann nur wenige Monate später zumeist nur noch auf der Bank wiederfand, war für den Angreifer „ungewohnt.“ Allerdings ordnete der ehemaliger Hannoveraner die Situation auch rational ein: „Wenn andere performen, ist es egal, wer die Aufstiegshelden waren. Es ist doch umso schöner für uns, wenn so viele Spieler performen. Solche eine Power hatten wir in den letzten Jahren nicht.“
Auch weiterhin denkt Maina überhaupt nicht an einen vorzeitigen Köln-Abschied. Der Spieler fühlt sich in der Stadt und dem Verein pudelwohl. „Ich habe mir hier etwas aufgebaut. Durch so eine Phase wollte ich mir das nicht kaputt machen. Deswegen habe ich weiter Gas gegeben. Jetzt probiere ich diesen Lauf so lange zu halten wie es geht.“
Das sagt Lukas Kwasniok zu Maina
Vorerst hat Maina mit diesem Lauf Said El Mala und Jan Thielmann, zumindest gegen Wolfsburg, auf die Bank verdrängt. Trainer Lukas Kwasniok erklärte nach dem 1:0-Sieg, Maina brauche „ab und zu auch mal einen freundlichen Tritt in den Allerwertesten.“ Dabei sei sein Schützling „ein astreiner Junge“, der das Herz „am rechten Fleck“ habe. Es scheint, als hätten Spieler und Trainer nach anfänglichen Schwierigkeiten nun eine solide, gemeinsame Basis geschaffen, auf der sie erfolgreich miteinander arbeiten können. So sagte auch Kwasniok zum Abschluss: „Wir haben eine ganz gute Mischung gefunden.“








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