Eric Martel erlebt gegen den 1. FSV Mainz 05 einen seltenen Moment. Der 23-Jährige ist beim 1. FC Köln nicht mehr unantastbar. Das hat auch mit seiner eigenen Zukunft zu tun – und mit den Plänen der Geißböcke auf seiner Position.
Als Lukas Kwasniok am Samstag gegen Mainz 05 in der Halbzeitpause personelle Veränderungen vornahm, war davon auch Eric Martel betroffen. Der Defensivspieler, der auf der Doppelsechs neben Isak Johannesson begonnen hatte, blieb ebenso wie der Isländer in der Kabine. Für Martel kam Tom Krauß. Der Wechsel funktionierte, Krauß führte den FC zum Sieg.
Martel hatte in der ersten Halbzeit zwar eine Gelbe Karte gesehen, war aber noch nicht Gelb-Rot-gefährdet. Vielmehr wollte Kwasniok einen spielstärkeren Sechser installieren. So musste Martel weichen. Es war seine erste Auswechslung zur Halbzeitpause in den vergangenen zweieinhalb Jahren beim FC. Nur in der 2. Liga hatte Martel einmal zur Pause in der Kabine bleiben müssen, weil er sich eine Muskelverletzung zugezogen hatte.
FC schaut sich nach Alternativen um
Ansonsten hatte Martel immer zum Stammpersonal gehört, immer zu den Leistungsträgern, zu den eigentlich unersetzlichen Spielern im FC-Kader. Am Samstag aber setzte Kwasniok auf andere Profis, auch weil andere Qualitäten gefragt waren. Martel hatte in Halbzeit eins ebenso wie Cenk Özkacar im Spielaufbau den Ball eher verschleppt und das Kölner Spiel langsam gemacht. Nun brauchte es mehr Spieltempo und mehr Blick für die Offensive.
Genau das fehlt Martel schon länger und ist ein Kritikpunkt, der die Verantwortlichen um Sportdirektor Thomas Kessler zweifeln lässt, wie weit man im Vertragspoker mit dem Mittelfeldspieler gehen will. Vielmehr denkt man nach GEISSBLOG-Informationen darüber nach, spätestens im Sommer das zentrale Mittelfeld noch einmal umzubauen, um auf der neuralgischen Position der Sechs mehr Qualität in den Kader zu bringen.
Gerüchte um Skhiri und Neil
Der Wiesbadener Kurier brachte am Montag erneut Ellyes Skhiri ins Gespräch, weil der Tunesier bei Eintracht Frankfurt keinen guten Stand hat und wechseln könnte. Darüber hinaus sollen die Geißböcke an Dan Neil von AFC Sunderland interessiert sein. Der Ex-Kapitän besitzt wie Martel keinen Vertrag für die nächste Saison und könnte ablösefrei wechseln.
Zwei Namen, die dafür sprechen, dass der FC nach frischem Blut sucht. Und nach Martels Auswechslung zur Pause gegen Mainz auch ein Anzeichen, dass Kwasniok und Kessler genau anschauen werden, welche Spieler in der Rückrunde zum Kern gehören sollen. Eigentlich hätte Martel zugehören sollen, doch auch aufgrund des Vertragspokers im Hintergrund könnte sich der Fokus beim FC nun verschieben.








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