Platz eins in Europas Top-Ligen! Diese Waffe muss der FC nutzen

Ragnar Ache beim Training in La Nucia. (Foto: GEISSBLOG)
Ragnar Ache beim Training in La Nucia. (Foto: GEISSBLOG)

Ragnar Ache ist der beste Kopfballspieler des 1. FC Köln und ragt auch im europäischen Vergleich heraus. Seine Stärke in der Luft zahlt sich in der Bundesliga allerdings noch nicht aus – ein klarer Auftrag für die zweite Saisonhälfte.

Der GEISSBLOG berichtet aus dem Trainingslager in La Nucia

Am vergangenen Freitag ist Ragnar Ache mit dem 1. FC Köln ins Trainingslager nach Spanien abgehoben. In der Bundesliga jedoch sollten die Geißböcke ihren Angreifer noch viel häufiger abheben lassen: Laut der Statistik-Plattform StatMuse ist Ache der erfolgreichste Kopfballspieler in den europäischen Top-Ligen.

Pro 90 Minuten gewinnt der Sommer-Zugang im Schnitt 7,7 Luftzweikämpfe, damit kann weder in Deutschland noch in Spanien, England, Italien oder Frankreich ein anderer Akteur mithalten. Bisher allerdings profitiert der FC viel zu wenig von dieser Waffe. Lediglich St. Pauli gab vor der Winterpause weniger Abschlüsse per Kopf ab und kein Bundesligist kassierte mehr Kopfball-Gegentreffer als Köln (sechs).

Nicht mal die Hälfte der Minuten, aber Top-15

Wie das mit der besonderen Ache-Statistik zusammenpasst? Der Stürmer ist bislang eben keine Stammkraft, absolvierte lediglich 535 von 1350 möglichen Bundesliga-Minuten, stand dabei nur viermal in Lukas Kwasnioks Startelf. In dieser vergleichsweise kurzen Einsatzzeit entschied Ache 48 Kopfballduelle für sich, was in der absoluten Zahl immerhin Platz 15 in der Bundesliga bedeutet.

Sein erster Rang im europäischen Vergleich bezieht sich darauf, wie viele Duelle ein Spieler durchschnittlich gewinnen würde, wenn er 90 Minuten auf dem Platz stünde. Und dieses statistische Ausrufezeichen dürfte eine Rolle spielen, wenn Kwasniok im Trainingslager nach Mitteln und Wegen sucht, seiner Offensive wieder mehr Schwung zu verleihen.

Kwasniok auf der Suche – Ache eine Lösung?

Nur zwei Treffer gelangen dem FC in den letzten vier Spielen vor Weihnachten, beide durch Einzelaktionen von Said El Mala. Kwasniok sagte schon vor dem 0:1 gegen Union Berlin über diese Durststrecke: „Man hatte das Gefühl, wir spielen den Ball zu Said und drücken die Daumen.“

Er befinde sich „auf der Suche nach Verbesserungen“, habe allerdings noch nicht „die optimale Marschroute“ gefunden. In La Nucia geht diese Suche aktuell weiter. Kwasniok fahndet nach der „perfekten Mischung“, wie er sagt – zwischen El Malas unwiderstehlichen Einzelaktionen und gesamtmannschaftlichen Angriffen, die zuletzt kaum noch für Gefahr sorgten.

Nur ein Kölner Kopfballtor nach dem zweiten Spieltag

Dabei gilt es natürlich auch, Aches Qualitäten in der Luft zu nutzen. Im Pokal gegen die Bayern war der 27-Jährige einmal per Kopf für den FC erfolgreich, in der Bundesliga jedoch noch nicht. Von den 22 Kölner Treffern fielen ohnehin nur drei durch Kopfbälle. Zwei davon durch Marius Bülter bei den Auftaktsiegen in Mainz und gegen Freiburg, eines von Luca Waldschmidt beim 3:4 gegen Frankfurt.

Ache wiederum legte im Pokal in Regensburg zweimal und beim 3:3 in Wolfsburg einmal per Kopf auf. Ansonsten hilft seine Stärke in der Luft dem FC bislang vor allem in der Defensive, womöglich hätte man ohne ihn noch mehr Standard-Gegentreffer kassiert. Doch in der zweiten Saisonhälfte müssen die Geißböcke ihren Stürmer auch im gegnerischen Strafraum häufiger abheben lassen.

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