Angstgegner mit Bestwert: FC muss elf Jahre alte Serie brechen

Lukas Kwasniok empfängt mit dem 1. FC Köln am Samstag die TSG Hoffenheim. (Foto: Bucco)
Lukas Kwasniok empfängt mit dem 1. FC Köln am Samstag die TSG Hoffenheim. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln steht vor einer richtungsweisenden Heimaufgabe – und bekommt es ausgerechnet mit einem Gegner zu tun, der aktuell so stabil auftritt wie selten zuvor. 

Die TSG Hoffenheim reist am Samstag mit 45 Punkten nach 22 Spieltagen ins RheinEnergieStadion und hat damit bereits jetzt so viele Zähler gesammelt wie nie zuvor zu diesem Saisonzeitpunkt. Ein durchaus bemerkenswerter Kontrast zur vergangenen Spielzeit: Vor einem Jahr standen die Kraichgauer zur selben Phase erst bei 19 Punkten und retteten sich am Ende mit 32 Zählern über die Ziellinie.

Dass Hoffenheim beim 1. FC Köln zuletzt regelmäßig gut zurechtkam, macht die Ausgangslage aus Kölner Sicht nicht angenehmer. Beim vergangenen Gastspiel im September 2023 setzte sich die TSG mit 3:1 durch. Damals sorgte Andrej Kramaric bereits nach 50 Sekunden für den frühesten Bundesliga-Treffer seiner Karriere, ehe Florian Grillitsch noch vor der Pause mit einem Treffer aus der eigenen Hälfte nachlegte. 

Nirgendwo anders gewinnt Hoffenheim lieber

Generell fühlt sich Hoffenheim am Rhein mehr als wohl: Sieben Bundesliga-Siege gelangen den Kraichgauern bislang in Köln, gegen keinen anderen Club gewann die TSG auswärts häufiger. Der letzte Heimerfolg des FC in der Bundesliga gegen Hoffenheim liegt mittlerweile sogar elf Jahre zurück.

Auffällig ist zudem ein wiederkehrendes Muster dieser Begegnung. In den vergangenen sechs Duellen setzte sich jeweils das Auswärtsteam durch. Für den FC ist das eine zusätzliche Herausforderung, denn die eigene Bilanz in Müngersdorf hat nach der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig erneut einen negativen Ausschlag bekommen. Vier Siege, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen stehen bislang zu Buche.

Herausfordernde Heimspiel-Wochen

Dabei kommt es für die Kölner nun zu einer besonders intensiven Phase der Saison. Nach Hoffenheim warten mit Borussia Dortmund und dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach zwei weitere emotional wie sportlich anspruchsvolle Heimspiele. Umso wichtiger wäre ein Erfolgserlebnis am Samstag, nachdem der FC zuletzt zwei Bundesliga-Partien in Folge verloren hat. Drei Niederlagen in Serie gab es zuletzt im Herbst 2023 unter Steffen Baumgart. 

Dass beide Mannschaften physisch auf hohem Niveau agieren, verspricht zumindest ein intensives Duell. Nur der FC Bayern legte ligaweit bislang mehr Kilometer zurück als Köln und Hoffenheim, während die TSG bei der Anzahl der Sprints sogar den Spitzenwert der Bundesliga stellt. Die Voraussetzungen sprechen also für ein laufintensives Spiel.

Für den FC geht es dabei nicht nur um Punkte, sondern auch um ein Signal: Erstmals in dieser Saison will der Aufsteiger ein Top-Team schlagen. Mit Blick auf die anderen Paarungen an diesem Spieltag könnte alles andere tabellarisch unangenehme Folgen mit sich bringen. 














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