„Brauchen nicht antreten!“ Dreifach-Fluch: Kwasniok gratuliert Stuttgart schon

Lukas Kwasniok weiß, dass in Stuttgart keine leichte Aufgabe wartet. (Foto: Bucco)
Lukas Kwasniok weiß, dass in Stuttgart keine leichte Aufgabe wartet. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln gastiert in der Bundesliga zum Top-Spiel beim VfB Stuttgart. Für Coach Lukas Kwasniok und sein Team gilt es dabei, einen Dreifach-Fluch zu bannen – sonst rückt der Tabellenkeller immer näher.

Auch bei usseligem Regenwetter feierte ganz Köln an Weiberfastnacht ausgelassen den Straßenkarneval. Doch der 1. FC Köln richtet den Fokus ganz klar auf das Tagesgeschäft Bundesliga. Denn das hält am Samstagabend (18.30 Uhr) mit dem Top-Spiel beim VfB Stuttgart die nächste schwere Aufgabe bereit. Damit der Druck im Abstiegskampf nicht weiter steigt, müssen die Geißböcke gleich mehrere unrühmliche Statistiken aufbessern.

Da wäre zum einen das leidige Thema mit den dürftigen Auftritten an Karneval. Die Kölner Bilanz an den jecken Tagen ist nämlich alles andere als positiv. Im Gegenteil: Nur drei Siege holte der FC ligaübergreifend in den vergangenen 26 Jahren am Karnevalswochenende. Den bislang letzten gab’s vor sechs Jahren, beim 5:0 in der Bundesliga gegen Hertha BSC.

Kann der 1. FC Köln den Dreifach-Fluch bannen?

In der Regel aber herrschte bei den Kölner Fans an Karneval eher sportliche Tristesse. Immerhin neunmal holte der FC ein Remis, doch es hagelte eben auch 14 Pleiten. Mit einer Auswärts-Überraschung in Stuttgart könnte die Bilanz nun zumindest etwas aufpoliert werden.

Sorgen macht den FC-Fans in dieser Saison aber auch die bisherige Statistik gegen die Top-Teams der Liga. Denn obwohl die Kölner oft eine ansprechende Leistung zeigten, standen sie am Ende meist mit leeren Händen da. Die Resultate gegen die aktuelle Top Sechs der Bundesliga lesen sich ernüchternd: 1:3 in Leipzig, 1:2 gegen Stuttgart, 0:1 in Dortmund, 0:2 in Leverkusen, 1:3 gegen Bayern und jüngst das 1:2 gegen Leipzig.

Die Karnevals-Bilanz? Schlecht. Spiele gegen die Großen? Schlecht. Samstagabend-Bilanz? Noch schlechter.

Lukas Kwasniok

Allein der aktuelle Tabellendritte TSG Hoffenheim wurde am sechsten Spieltag auswärts 1:0 geschlagen. Damals dümpelten die Kraichgauer allerdings noch im Tabellen-Niemandsland herum und hatten ihren Höhenflug noch nicht gestartet.

Und noch eine dritte Statistik gilt es, in Stuttgart aufzuhübschen: die Bilanz bei Samstagabend-Spielen. Denn wenn der FC in dieser Saison zur Topspiel-Zeit ab 18.30 Uhr ranmusste, gab es bislang noch keinen einzigen Punkt. In Leipzig und in Dortmund, aber auch beim Derby in Gladbach (1:3) und gegen Frankfurt (3:4) setzte es ebenso Schlappen wie in Leverkusen.

Kwasniok: „Dann wäre einiges schiefgelaufen“

Auch Kwasniok weiß um den Kölner Dreifach-Fluch. „Die Karnevals-Bilanz? Schlecht. Spiele gegen die Großen? Schlecht. Samstagabend-Bilanz? Noch schlechter. Insofern schon mal Glückwünsche an den VfB Stuttgart“, meinte der FC-Coach am Donnerstag – und schob süffisant nach: „Eigentlich brauchen wir gar nicht antreten.“

Ernst gemeint waren diese Aussagen natürlich nicht. „Natürlich wollen wir unser Bestes geben. Wir freuen uns auf das Spiel“, versicherte Kwasniok. Der FC-Trainer ist überzeugt, dass sein Team die Flutlicht-Partie trotz der schlechten Bilanz mit maximaler Leidenschaft und Professionalität angehen wird.

Wenn so ein Spiel in der Bundesliga nichts Besonderes mehr für dich ist, dann lerne Elektriker.

Lukas Kwasniok

Kwasniok dazu: „Ich sage meinen Jungs immer: Selbst wenn du 280 Erstliga-Spiele hast, wenn so ein Spiel in der Bundesliga nichts Besonderes mehr für dich ist, dann lerne Elektriker. In dem Moment, wo du diese Freude und diese Gier auf ein Spiel verlierst, bist du nicht mehr bei 100 Prozent.“

Und auch der Trainer selbst nimmt die Duelle mit den Spitzenteams der Liga nicht als Selbstverständlichkeit hin: „Die Frage stellt sich gar nicht. Ich bin mir sehr klar, dass das etwas ganz, ganz Besonderes ist. Das Stadion ist voll. Ich war bislang in Stuttgart nur auf der Tribüne zu Gast. Mit dem 1. FC Köln da ein Top-Spiel bestreiten zu dürfen, wenn das nichts Besonderes für einen nicht mehr ganz so jungen Trainer wie mich wäre, dann wäre einiges schiefgelaufen.“

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
1 Kommentar
Neueste
Älteste Meistbewertete