Der 1. FC Köln erkämpft sich gegen die formstarke TSG Hoffenheim einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Die Noten und Zeugnisse für die FC-Stars in der Einzelkritik.
Aus Müngersdorf berichten Sonja Gauer und Marc L. Merten
Tor & Abwehr
Marvin Schwäbe
Schwäbe verlebte zunächst eine ruhige halbe Stunde. Dann musste angreifen, als Kramaric mit einem gewitzten Schlenzer versuchte den FC-Keeper zu überrumpeln (30.). Auch den Schuss von Prömel wehrte er ab. Beim 1:1 dann völlig chancenlos. Nach der Pause immer wieder bei Flanken und Standards gefordert und aufmerksam. Beim 1:2 machtlos. Erst noch stark beim Touré-Schuss, dann um Zentimeter zu spät beim Kopfball. Mehrere gute Konter-Einleitungen.
GEISSBLOG-Note: 2,5
Joel Schmied
Schmied begann als rechter Verteidiger der Dreierkette und spielte spät im Spiel auch in der Viererkette rechts. Mit seinem Tempo ein wichtiger Faktor gegen den schnellen Touré. Beim 1:1 konnte er den Pass ins Zentrum nicht abfangen. Beim 1:2 lief er hinterher und wurde vom Hackentrick überrascht.. Darüber hinaus aber ein souveräner und stabiler Verteidiger unter Druck.
GEISSBLOG-Note: 3,0
Rav van den Berg
Nach zuletzt viel Lob (aber wenig Spielzeit) rückte van den Berg wieder in die Startelf. Verteidigte in Hälfte eins sehr aufmerksam und machte die einfachen Dinge richtig. Nach der Pause zunächst zusammen mit dem gesamten Team ohne Zuteilung. Ließ sich beim 1:2 von Touré zu leicht aus dem Spiel nehmen und folgte dem Vorlagengeber nicht mehr. Danach aber wieder wach und stabil. Blockte gegen Asllani im letzten Moment ab (71.).
GEISSBLOG-Note: 3,5
Cenk Özkacar
Özkacar beginnt sich beim FC festzuspielen auf der linken Seite. Zum vierten Mal in Folge in der Startelf, und erneut in weiten Teilen mit einer unaufgeregten und stabilen Leistung. Hat an seinem Spielaufbau gearbeitet, machte weniger Fehler am Ball und achtete immer wieder gut auf Asllani.
GEISSBLOG-Note: 3,0
Jahmai Simpson-Pusey (ab 69.)
Simpson-Pusey feierte 20 Minuten vor Schluss sein Comeback nach Muskelfaserriss und rückte für Sebulonsen in die Abwehr. Schmied schob dafür auf die rechte Seite. Der Engländer verteidigte solide und hatte, wenige technische Unsauberkeiten ausgenommen, keine großen Mühen.
GEISSBLOG-Note: 3,5
Mittelfeld
Sebastian Sebulonsen
Sebulonsen wieder auf der rechten Schiene musste gegen Touré mächtig aufpassen. Zunächst konzentriert und mit einem gefährlichen Abschluss, als er aber nach einem Konter links vorbeizog (wenn auch Abseits gepfiffen wurde). Dann beim 1:1 nicht auf der Höhe bei der Seitenverlagerung, wodurch Hoffenheim in Position kam. Nach der Pause zunächst auch mit Problemen gegen Touré, weshalb Kwasniok reagierte und Simpson-Pusey brachte.
GEISSBLOG-Note: 4,5
Eric Martel
Martel hätte eigentlich auf der Bank sitzen sollen, weil sich aber Thielmann beim Aufwärmen verletzte, spielte der Sechser doch von Beginn an. Schaltete blitzschnell vor dem 1:0, als er den Einwurf per Brust auf El Mala weiterleitete. Hätte das 2:0 köpfen können nach Eckball am langen Pfosten (24.). Danach im besten Martel-Modus seit langer Zeit. Kämpfer, Läufer, Grätscher – auf dieses Niveau hat man lange gewartet.
GEISSBLOG-Note: 2,0
Tom Krauß
Krauß war der Ober-Zweikämpfer beim FC. Gewann die meisten Duelle beim FC, war enorm giftig, ging immer wieder den Bällen und Gegnern hinterher, jagte alles, was sich in Blau bewegte. Exemplarisch, wie er kurz vor der Pause im eigenen Strafraum klärte. Zusammen mit Martel im Zentrum dominant. Einer der Schlüssel für den Punktgewinn.
GEISSBLOG-Note: 2,0
Kristoffer Lund
Lund absolvierte auf der linken Schiene eine weitgehend unauffällige Partie. In der ersten Hälfte versuchte er noch immer wieder sich vorne einzuschalten, kam aber zu selten zu gefährlichen Flanken. Nach der Pause mit Problemen und dann mit dem verlorenen Kopfballduell gegen Kramaric beim 1:2. In der Schlussphase noch einmal aufmerksam.
GEISSBLOG-Note: 4,0
Isak Johannesson (ab 90.)
Johannesson kam in der Nachspielzeit für Krauß und machte bis zum Abpfiff dicht. Einen Pass in die Schnittstelle versuchte er, daraus resultierte aber keine Torchance.
GEISSBLOG-Note: keine Note
Angriff
Jakub Kaminski
Kaminski war eigentlich im Zentrum neben Krauß eingeplant, übernahm nach Thielmanns Ausfall aber die rechte Offensivseite. Gemeinsam mit El Mala sofort mit viel Tempo unterwegs, wie bei seiner Schusschance zum 2:0, als Baumann gerade noch die Arme hoch bekam (22.). Feierte seinen ersten Scorerpunkt seit Ende November, als er schnell schaltete und El Mala den Ball perfekt in den Lauf spielte. Überhaupt der präsenteste Kölner auf dem Rasen, an vielen Aktionen beteiligt und extrem laufstark. Hatte allerdings Glück, als ihm der Ball an die Hand geschossen wurde und es keinen Elfmeter gab.
GEISSBLOG-Note: 2,0
Ragnar Ache
Nach 15 Minuten erzielte Ragnar Ache das schönste Tor der bisherigen FC-Saison. Dieser Fallrückzieher war pure Kunst – ein absolutes Traumtor. Auch danach sehr bemüht, legte per Kopf auf Martel ab zu dessen Chance am langen Pfosten. Beim 2:2 wichtig, dass er mit Kaminski und El Mala den Ball behauptete und so der Konter entstehen konnte. Ackerte bis kurz vor Schluss, ehe er für Bülter vom Feld ging. Kwasniok nannte ihn hinterher zurecht den „König der Lüfte“.
GEISSBLOG-Note: 1,5
Said El Mala
El Mala stand wieder in der Startelf – und endlich belohnte er sich wieder. Er war sofort aktiv und sammelte mit seiner scharfen Flanke auf Ache einen Assist. Dann kam sein Tor zum 2:2, erstmals seit Heidenheim durfte er wieder jubeln – es wirkte wie eine Befreiung. Lief sich zwar auch immer wieder fest, aber die beiden Scorerpunkte dürften dem Youngster enorm helfen.
GEISSBLOG-Note: 2,0
Luca Waldschmidt (ab 85.)
Waldschmidt kam in der Schlussphase für El Mala und versuchte noch einmal bei Kontern für Gefahr zu sorgen, kam aber nicht mehr zum Abschluss.
GEISSBLOG-Note: keine Note
Marius Bülter (ab 85.)
Bülter kam für Ache und brachte sich noch mehrfach in Position, um über die halblinke Seite zu Flanken zu kommen. Diese sorgten letztlich aber nicht mehr für Gefahr.
GEISSBLOG-Note: keine Note
Fynn Schenten (ab 90.)
Schenten kam zusammen mit Johannesson in der Nachspielzeit in die Partie und ersetzte für die letzten Minuten Kaminski. Der Youngster kam aber nicht mehr in Position.
GEISSBLOG-Note: keine Note







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