Ex-Keller-Praktikant fordert Beteiligung an Transfer von Said El Mala

Christian Keller war von April 2022 bis Mai 2025 beim 1. FC Köln. (Foto: Bucco)
Christian Keller war von April 2022 bis Mai 2025 beim 1. FC Köln. (Foto: Bucco)

Der Transfer von Said El Mala zum 1. FC Köln hat ein juristisches Nachspiel. Kurios: Ein ehemaliger Praktikant der Geißböcke fordert eine sechsstellige Summe. Allerdings nicht vom FC, sondern von Viktoria Köln.

Said El Mala hat auch im Winter wieder für Interesse auf dem Transfermarkt gesorgt. Laut SportBild hat Brighton & Hove Albion nach dem Vorstoß im vergangenen Sommer (damals bot der Premier-League-Club bis zu 20 Millionen Euro für El Mala) auch im Januar wieder versucht, den 19-Jährigen vom 1. FC Köln abzuwerben.

Demnach sollen die Engländer bis zu 30 Mio. Euro als Sockelablöse plus Boni geboten haben. Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler soll das Angebot aber nach Rücksprache mit dem Vorstand abgelehnt haben. Doch im Hintergrund entspinnt sich um El Mala noch eine ganz andere Verhandlung – um eine Provision für seinen Wechsel von Viktoria Köln zum FC.

Keller bestätigt Tipp für El Mala

Der GEISSBLOG kann den Bericht der SportBild bestätigen, dass der Ex-Profi Abdenour Amachaibou (u.a. Fortuna Köln, Jahn Regensburg) vor dem Amtsgericht Köln eine Klage eingereicht hat und eine sechsstellige Summe fordert. Nicht vom FC, sondern von der Viktoria. Diese hatte El Mala im Sommer 2024 für rund 350.000 Euro an die Geißböcke verkauft, ihn dann aber noch ein Jahr geliehen, ehe der 19-Jährige zusammen mit seinem Bruder Malek im Sommer 2025 ans Geißbockheim wechselte.

Amachaibou besteht darauf, dass er derjenige war, der Ex-Sportchef Christian Keller den entscheidenden Tipp gab, sich El Mala bei der Viktoria anzuschauen. Nach GEISSBLOG-Informationen handelt es sich bei Amachaibou tatsächlich um jenen Tippgeber, von dem Keller selbst zuletzt immer wieder öffentlich gesprochen hatte. „Mich hat ein Bekannter angerufen. Ein paar Kilometer von dir spielt ein Spieler, den musst du dir anschauen“, hatte Keller zuletzt bei Sky berichtet. Daraufhin sei Keller mit dem FC aktiv geworden und habe El Mala gescoutet und schließlich verpflichtet.

Amachaibou war FC-Praktikant unter Keller

Brisant ist die Personalie Amachaibou in zweifacher Hinsicht: Amachaibou war einst zu Regensburger Zeiten Spieler, als Keller Geschäftsführer war. Später war der ehemalige U23-Nationalspieler Marokkos auch noch Praktikant im Scouting des 1. FC Köln. Zu welcher Zeit dieses Praktikum stattfand und wann Amachaibou Keller den Tipp für El Mala gegeben haben soll, ist bislang nicht bekannt.

Nach GEISSBLOG-Informationen wurde der 1. FC Köln inzwischen aufgefordert, dem Amtsgericht Köln Auskunft zur Rolle Amachaibous zu geben. Die Geißböcke sind allerdings keine beklagte Partei, sondern als Zeugen im juristischen Streit zwischen dem Ex-Profi und der Viktoria involviert.

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