Neue Chance für Top-Transfer? „Er will es mir jetzt zeigen“

Rav van den Berg drängt zurück in die Startelf des 1. FC Köln. (Foto: Bucco)
Rav van den Berg drängt zurück in die Startelf des 1. FC Köln. (Foto: Bucco)

Durch den Ausfall von Isak Johannesson muss Lukas Kwasniok seine Startelf am Samstagabend in Stuttgart definitiv umbauen. Darf der Top-Transfer des 1. FC Köln wieder von Beginn an ran?

Nach der ärgerlichen und knappen Heimschlappe gegen Leipzig will der 1. FC Köln endlich mal gegen ein Bundesliga-Spitzenteam punkten. Die nächste Chance gibt’s am Samstagabend (18.30 Uhr), wenn die Geißböcke zum Topspiel beim VfB Stuttgart antreten.

Dass FC-Coach Lukas Kwasniok seine Startformationen im Vergleich zum 1:2 gegen Leipzig verändern muss, ist jetzt schon Fakt. Denn Mittelfeldmann Isak Johannesson, der gegen RB noch begonnen hatte, stieg am Donnerstag nicht mit seinen Teamkollegen in den Mannschaftsbus. Das wiederum könnte einen anderen Sommer-Zugang zurück in die Anfangself spülen: Rav van den Berg.

Teuerster Einkauf noch keine Stammkraft

Der niederländische Innenverteidiger, der im Sommer für die üppige Summe von acht Millionen Euro vom englischen Zweitligisten Middlesbrough zum FC gewechselt war und einen Fünfjahresvertrag unterschrieben hat, ist bei den Geißböcken sportlich noch nicht so recht in Fahrt gekommen. Nun winkt ihm jedoch eine neue Bewährungschance.

Der Grund: Im Kölner Mittelfeld herrscht Personalmangel. Johannesson muss passen, Denis Huseinbasic sammelte in den jüngsten fünf Partien keine einzige Spielminute und ist somit keine echte Alternative. Womit Eric Martel, der gegen Leipzig in der Abwehrkette aufgelaufen war, zurück auf die Sechs rücken dürfte. Van den Berg wiederum ist die naheliegendste Wahl für die Defensive.

In der Hinrunde hatte eine Schulterverletzung den 21-Jährigen wochenlang außer Gefecht gesetzt. Nach seinem Comeback verpasste van den Berg dann zwei Partien aufgrund einer Rotsperre. In den vergangenen vier Spielen schmorte die 1,91-Meter-Kante schließlich zweimal über 90 Minuten auf der Bank (gegen Leipzig und Mainz). Lediglich in Freiburg durfte er starten, gegen Wolfsburg wurde der Niederländer kurz vor Schluss eingewechselt. Bislang stehen für van den Berg acht Bundesliga-Einsätze zu Buche, sechs von Beginn an, aber auch nur drei über die volle Distanz.

Warum van den Berg zuletzt nicht gefragt war

Doch jetzt könnte sich für van den Berg, der durch Bonuszahlungen zum zweitteuersten Transfer der Kölner Vereinsgeschichte avancieren könnte (bis zu zehn Millionen Euro soll das Paket umfassen), das Blatt wenden. Denn FC-Coach Kwasniok ließ auf der Pressekonferent am Donnerstag durchblicken, dass der Niederländer sich wieder in Startelf-Verfassung befindet.

„Ich bin immer wieder überrascht, warum die Frage gestellt wird, warum Spieler nicht spielen“, so Kwasniok. „Weil ein anderer in dem Moment auf der Position eben besser abliefert. Oder die Trainingsleistung noch nicht so ist, wie ich sie mir vorstelle. Es gibt gar keine anderen Gründe“, betonte der FC-Trainer zunächst.

Kwasniok erklärte weiter: „Fakt ist einfach, dass es Sebastian Sebulonsen sehr, sehr gut gemacht hat. Und wir mit Cenk Özkacar auch jemanden haben, der sich stabilisiert hat und einen linken Fuß mitbringt. Und wenn du dann viel verteidigen musst, ist diese aufopferungsvolle Spielweise von Eric Martel etwas, was vielleicht einen Ticken mehr gebraucht wird als die fußballerische Qualität von Rav.“

Kwasnioks Lob – aber keine Einsatzgarantie

Quasi im selben Atemzug verteilte der Köln-Coach allerdings auch ein dickes Lob an den Abwehrmann. „Er hat gestern ein sehr gutes Training gehabt. Das ist die Basis, um bei mir zu spielen.“ Van den Bergs Auftritt schien den Kölner Trainer sogar nachhaltig in Erinnerung geblieben zu sein: „Ich hatte das Gefühl, er will es mir jetzt zeigen. Die Tür ist immer offen. Es gibt immer die Möglichkeit, sich reinzuarbeiten.“

Also darf der Niederländer in Stuttgart ran? Das wollte Kwasniok freilich noch nicht bestätigen: „Es war von ihm gestern jedenfalls eine Top-Performance. Ob es ihn befähigt, am Wochenende zu spielen, wird sich zeigen.“ Die Tendenz ist aber klar: Van den Berg wird in Stuttgart wieder gefragt sein.

So könnte der 1. FC Köln in Stuttgart beginnen: Schwäbe – Sebulonsen, van den Berg, Özkacar – Thielmann, Martel, Krauß, Lund – Kaminski, El Mala – Ache

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
24 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete