Titelverteidiger zeigt zwei Gesichter: „Die Jungs sind durch!“

Stefan Ruthenbeck fuhr mit seiner Mannschaft nach dem Youth-League-Aus einen Liga-Sieg ein. (Foto: IMAGO / Revierfoto)
Stefan Ruthenbeck fuhr mit seiner Mannschaft nach dem Youth-League-Aus einen Liga-Sieg ein. (Foto: IMAGO / Revierfoto)

Wenige Tage nach dem Rekordspiel in der UEFA Youth League vor 50.000 Zuschauern hat die U19 des 1. FC Köln den Schalter erfolgreich umgelegt. Zum Auftakt in die Hauptrunde um die Deutsche Meisterschaft gewann der Titelverteidiger mit 3:2 gegen den VfL Bochum – und zeigte dabei zwei Gesichter.

Nach 94 gespielten Minuten reckte Stefan Ruthenbeck jubelnd die Arme in die Höhe. Zum Auftakt der Hauptrunde um die Deutsche Meisterschaft hatte sein U19-Team des 1. FC Köln den Nachwuchs des VfL Bochum mit 3:2 besiegt. Dabei war den Geißböcken am Samstag anzumerken, dass das Spiel gegen Mailand mächtig Kraft gekostet hatte – körperlich und mental. 

Der FC begann, scheinbar noch beflügelt von den Erlebnissen rund um das Spiel gegen Mailand, voller Spielfreude und kombinierte sich ein um das andere Mal stark vor das Bochumer Tor – sehr zu Freude von Ruthenbeck: „Die Mannschaft hat eine überragende erste Halbzeit gespielt und hätte mit 4:1 oder 5:1 führen müssen. Wir hatten etliche freie Abschlüsse, da muss eigentlich mehr bei herauskommen.“  

Ruthenbeck: „Stehend k.o.“

Dass die Mannschaft nach gut 60 Minuten dann zunehmend den Faden verlor, ist für Ruthenbeck nachvollziehbar: „Nach dem Ausgleich Anfang der zweiten Halbzeit zeigen wir eine gute Reaktion und gehen wieder in Führung, aber dann haben wir mit den Wechseln die Kontrolle verloren und konnten auch in der Offensive nicht mehr für Entlastung sorgen. In den letzten 25 Minuten hat man gemerkt, dass einige Jungs stehend k.o. waren und dass das Spiel Nerven gekostet hat. Hintenraus war es ein dann ein Kampf.“  

Gleich sechsmal wechselte der FC im zweiten Durchgang – wohl aber nicht nur, weil alle vermeintlichen Leistungsträger der Startelf körperlich am Limit waren. „Ich habe gewechselt, weil wir immer wechseln. Wir wollen den Jungs Minuten geben, damit wir sie auch entsprechend bewerten können. Das gehört zu unserer Idee und unserer Philosophie dazu. Ob das im Spielverlauf immer Sinn macht, kann man immer hinterfragen“, erklärte Ruthenbeck seine Wechselstrategie und schob abschließend nach: „Aber man muss auch sagen, dass Bochum hintenraus keine echte Torchance mehr hatte. Daher ist der Sieg komplett verdient.“

Vorbereitung auf Hamburg

Nach der aufwühlenden letzten Woche werden die A-Junioren des 1. FC Köln jetzt zunächst etwas kürzertreten. „Die Jungs sind durch!“, weiß Ruthenbeck und wird die Vorbereitung auf das nächste Meisterschaftsspiel beim Hamburger SV am kommenden Sonntag wohl so dosieren, dass dann alle Spieler wieder auf der Höhe sein werden – körperlich und mental.  

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