Transfer-Wunsch „offen kommuniziert“: FC-Youngster vom Liebling zum Buhmann

Max Finkgräfe kehrte mit RB Leipzig nach Köln zurück. (Foto: IMAGO / RHR-Foto)
Max Finkgräfe kehrte mit RB Leipzig nach Köln zurück. (Foto: IMAGO / RHR-Foto)

Eine Rückkehr mit Pfiffen: Max Finkgräfe erntete mit seinem neuen Verein RB Leipzig nicht nur einen 2:1-Sieg beim 1. FC Köln, sondern auch den Unmut der Anhänger. Nicht viel fehlte zu seinem ersten Bundesliga-Treffer im Trikot der Sachsen.

Es ist nicht allzu lange her, da war Max Finkgräfe ein absoluter Publikumsliebling im RheinEnergieStadion. Während der Abstiegssaison 2023/24 zählte der aus dem eigenen Nachwuchs aufgestiegene Linksverteidiger beim 1. FC Köln zu den ganz wenigen positiven Erscheinungen. Am vergangenen Sonntag allerdings machte Finkgräfe die gegenteilige Erfahrung: Der 21-Jährige wurde in Müngersdorf ausgepfiffen.

Nach seinem Abschied vom FC im vergangenen Sommer kehrte Finkgräfe nun erstmals zurück, gewann mit RB Leipzig 2:1 an seiner früheren Wirkungsstätte. Als der gebürtige Gladbacher in der sechsten Minute der Nachspielzeit eingewechselt wurde, war der Unmut von den Rängen nicht zu überhören.

Finkgräfe schnuppert an Debüt-Tor

Nur Zentimeter fehlten Finkgräfe, und er hätte wohl ein noch deutlich lauteres, gellendes Pfeifkonzert über sich ergehen lassen müssen. Denn mit seiner ersten Aktion hatte der Youngster die Entscheidung auf dem Fuß, er verzog im Kölner Strafraum allerdings knapp, statt das Ergebnis auf 3:1 zu stellen. Dennoch durfte Finkgräfe nach Schlusspfiff mal wieder einen Sieg im RheinEnergieStadion feiern – erstmals vor dem Auswärtsblock.

Mit seinen früheren Teamkollegen gab es eine herzliche Begrüßung für Max Finkgräfe. (Foto: Bucco)
Mit seinen früheren Teamkollegen gab es eine herzliche Begrüßung für Max Finkgräfe. (Foto: Bucco)

Nach seiner starken Debüt-Saison hatte der Flügelspieler im Zweitliga-Jahr unter Gerhard Struber seinen Stammplatz an Leart Pacarada verloren. Nur siebenmal hatte er in der Startelf des Österreichers gestanden, seine Entwicklung hatte stagniert. Der Wechsel weg aus Köln, für vier Millionen Euro hin zu RB Leipzig, war aus seiner Sicht nur folgerichtig.

So erklärt Finkgräfe seinen FC-Abschied

„Für mich war es der Schritt, der am meisten Sinn gemacht hat“, erklärte Finkgräfe vergangene Woche im Interview mit dem GEISSBLOG: „Ich hatte das Gefühl, einen frischen Wind zu brauchen. Die Zeit in Köln war intensiv – mit Abstieg und Wiederaufstieg – aber ich hatte das Gefühl, dass ich mich sportlich nicht so weiterentwickle, wie ich mir das vorgestellt habe.“

Daher habe er „relativ früh entschieden, etwas Neues machen zu wollen, und das auch offen kommuniziert, damit beide Seiten Klarheit haben. Leipzig war für mich die beste Möglichkeit zur Entwicklung.“ Auch wenn bei RB zunächst mal Geduld gefragt ist, da an Kapitän und Nationalspieler David Raum in der Abwehrreihe kein Weg vorbeiführt. Die Einwechslung in Köln war Finkgräfes vierter Kurzeinsatz, der Treffer wäre sein erster für RB gewesen.

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