Bereits im vergangenen Sommer hat der 1. FC Köln einen großen Umbruch vollzogen. Die verliehenen Spieler ausgenommen, haben 16 Profis die Geißböcke verlassen. Wie lief die Saison 2025/26 für die Ex-Kölner? Der GEISSBLOG gibt einen Überblick – Teil eins.
Florian Dietz
Nach seiner Leihe zum österreichischen Erstligisten SCR Altach war klar, dass der Stürmer beim 1. FC Köln in der Bundesliga keine Zukunft haben würde. Während der Sommervorbereitung wurde Dietz zur U21 geschickt, Ende August wechselte er schließlich zum SSV Jahn Regensburg. Seine Einsatzzeit hielt sich auch beim Tabellen-13. der 3. Liga in Grenzen. Von seinen 24 Einsätzen bestritt Dietz nur vier von Beginn an. Zwei Treffer gelangen ihm. Eine ernüchternde Bilanz.
Damion Downs
Mit acht Millionen Euro plus Boni war Downs der mit Abstand teuerste Abgang des vergangenen Sommers. Sein Transfer zum zuletzt von einem Skandal erschütterten englischen Zweitligisten Southampton (der GEISSBLOG berichtete) blieb aber bekanntlich nicht der einzige Wechsel des 21-Jährigen. Denn auf ein enttäuschendes erstes Halbjahr mit nur einem Startelf-Einsatz in der Championship folgte die Leihe zum HSV. Hier durfte sich Downs sechsmal von Beginn an zeigen, verlor dann seinen Stammplatz und stand an den letzten beiden Spieltagen nicht mehr im Kader. Ein Tor gelang dem Ex-FC-Talent weder für Southampton noch für Hamburg, sein Traum von der Heim-WM mit dem US-Team ist geplatzt. Nach dem Ende der Leihe kehrt Downs nun zunächst mal auf die Insel zurück.
Max Finkgräfe
Dem Linksverteidiger war schon bei der Unterschrift in Leipzig klar, dass ihm eine Saison mit wenig Spielzeit bevorstehen würde. Schließlich ist auf Finkgräfes Position der RB-Kapitän und Nationalspieler David Raum gesetzt. So musste sich der 22-Jährige mit fünf Startelf-Auftritten als Vertreter zufriedengeben, wurde zudem achtmal eingewechselt (insgesamt 502 Minuten). Mit seinem Tor gegen Union Berlin am 31. Spieltag, das er seinem kurz zuvor verstorbenen Großvater widmete, erlebte Finkgräfe jedoch einen hochemotionalen Moment.
Tim Lemperle
Von den gewechselten FC-Talenten schlug nur Lemperle bei seinem neuen Verein vollends ein. Bei der TSG Hoffenheim war der Angreifer über weite Strecken der Saison Stammkraft, zählte 24-mal zur Startelf und erzielte acht Tore. Der Lohn: Die Kraichgauer verlängerten Lemperles ohnehin langfristig bis 2029 laufenden Vertrag nach nur einer Saison – um zwei weitere Jahre und zu verbesserten Bezügen. „Hier entsteht etwas. Ich freue mich sehr darauf, mit Hoffenheim international zu spielen“, so der 24-Jährige, der mit der TSG als Tabellenfünfter in die Europa League einzog.
Jonas Nickisch
Nickisch, in der Vergangenheit mit 46 Einsätzen für die Kölner U21 und Teil des Torhüter-Quartetts bei den Profis, bestritt keine einzige Partie für seinen neuen Verein Saarbrücken. Muskuläre Probleme zwangen ihn zu zwei längeren Verletzungspausen, im Saisonendspurt der 3. Liga saß der 22-Jährige immerhin als Nummer zwei auf der Bank. Sein auslaufender Vertrag wird dennoch nicht verlängert, für Nickisch geht es wieder auf Clubsuche.
Marvin Obuz
Der beim FC in der Aufstiegssaison chancenlose Obuz hatte sich von seiner Rückkehr zu Rot-Weiß Essen mehr erhofft. 2023/24 hatte der Flügelspieler als Leihprofi bei RWE mit sieben Toren und 14 Vorlagen zu den Top-Scorern der 3. Liga gezählt. Nun reichte es lediglich zu 13 Startelf-Einsätzen an 38 Spieltagen, dabei traf Obuz zweimal und legte fünf Tore auf. In der Relegation platzte zudem der Traum vom Aufstieg. Das Onlineportal Sechzger.de bringt das FC-Eigengewächs mit 1860 München in Verbindung.
Philipp Pentke
Nach seinem Vertragsende beim FC ging der 40-Jährige noch einmal auf Vereinssuche, wurde jedoch nicht fündig. Ende April verkündete Pentke schließlich sein Karriereende und erklärte: „Es ist Zeit für neue Aufgaben.“ Der Torhüter, der in seiner Karriere unter anderem auch für 1860 München, Energie Cottbus und den Chemnitzer FC auflief, ist nun für die Agentur 11friends tätig, die Profi-Fußballerinnen berät.
Steffen Tigges
In der Saisonvorbereitung gab der Stürmer unter Lukas Kwasniok noch den Linksverteidiger. Anfang August schloss sich Tigges dann dem SC Paderborn an, mit dem er in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg triumphierte und den Bundesliga-Aufstieg feierte. In der regulären Saison war Tigges zu Beginn vornehmlich Stammkraft, später dann vermehrt Edeljoker. Vier Tore und zwei Vorlagen gelangen ihm nach Einwechslungen, so war er der beste Joker der 2. Liga. Insgesamt spielte Tigges 1591 Minuten (14-mal Startelf) und kam auf sechs Tore sowie drei Assists.








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