Ekstase bei Tigges – Schock für Gerhardt: FC kassiert an Relegation mit

Steffen Tigges jubelt mit dem SC Paderborn über den Aufstieg. (Foto: IMAGO / Ulrich Hufnagel)
Steffen Tigges jubelt mit dem SC Paderborn über den Aufstieg. (Foto: IMAGO / Ulrich Hufnagel)

Steffen Tigges und der SC Paderborn feiern die Sensation, der VfL Wolfsburg mit Yannick Gerhardt erlebt einen Albtraum: Nach der Relegation kann sich der 1. FC Köln auf einen kleinen Geldregen freuen.

Der SC Paderborn hat es tatsächlich geschafft und den großen Favoriten VfL Wolfsburg in der Relegation besiegt. Im Rückspiel in Ostwestfalen setzte sich der Zweitligist nach Verlängerung mit 2:1 (1:1) durch und feierte die Rückkehr in die Bundesliga. Mit dabei: Steffen Tigges, der erst zu Saisonbeginn vom 1. FC Köln nach Paderborn gewechselt war.

Tigges war in der 70. Minute beim Stand von 1:1 eingewechselt worden und kam zu einer Großchance, als sein Schuss abgeblockt wurde. Darüber hinaus konnte der Stürmer außer körperlicher Präsenz nur wenig zum Erfolg beitragen. Dennoch war der Angreifer hinterher mittendrin in der Jubeltraube, machte Selfies mit Fans auf dem Rasen und feierte auch seine persönliche Rückkehr in die Bundesliga.

FC kassiert 200.000 Euro Prämie

Was für Tigges wie ein Traum sein dürfte, ist für den 1. FC Köln ein schöner Nebeneffekt des Transfers, den der FC mit dem SC im Sommer 2025 vereinbart hatte. Damals wechselte der heute 27-Jährige für rund 400.000 Euro zum Zweitligisten. Allerdings sicherte sich der FC zusätzlich noch eine Aufstiegsprämie in Höhe von 200.000 Euro. Diese wird nun fällig.

Neben Tigges stieg mit Calvin Brackelmann ein weiterer Ex-Kölner auf. Der Innenverteidiger musste zwar in der zweiten Halbzeit angeschlagen vom Feld, konnte hinterher darüber aber schmunzeln. Der Linksfuß hatte zwischen 2017 und 2020 in der U19 und U21 für den FC gespielt, nachdem er von Hansa Rostock als großes Defensiv-Versprechen nach Köln gewechselt war. Im vergangenen Sommer war Brackelmann ein Transfer-Kandidat beim FC, weil Lukas Kwasniok seinen ehemaligen Schützling sehr schätzt. Letztlich blieb Brackelmann aber in Paderborn und nahm nun den sportlichen Weg in die Bundesliga.

Gerhardt steigt mit Wolfsburg ab

Tigges und Brackelmann jubeln, der FC kassiert – doch ein anderer Ex-FC-Spieler konnte es kaum fassen. Yannick Gerhardt stieg mit Wolfsburg am Montagabend in die 2. Bundesliga ab und müsste das Leid 120 Minuten lang von der Bank aus beobachten. VfL-Trainer Dieter Hecking verzichtete auf den Routinier, nachdem er im Hinspiel (0:0) noch in der Startelf gestanden hatte. Nun muss Gerhardt mit ins Bundesliga-Unterhaus. Wie es mit dem 32-Jährigen weitergeht, ist offener denn je.

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