Mit Polen gegen Nigeria: Kaminskis letztes Schaulaufen für die Premier League?

Jakub Kaminski (Polen, r.) gegen den Ukrainer Oleh Ocheretko.
Schaulaufen für England? Jakub Kaminski (Polen, r.) gegen den Ukrainer Oleh Ocheretko. Foto: Imago/Newspix

Der 1. FC Köln und die Ungewissheit bei seinen Offensiv-Stars: Dauerbrenner Jakub Kaminski kann am Mittwoch mit Polen gegen Nigeria noch einmal Werbung auf internationaler Bühne machen.

Als Jakub Kaminski am Sonntagabend in Breslau für die polnische Nationalmannschaft das Feld betrat, war die Messe eigentlich schon gelesen: Die Gäste, WM-Teilnehmer Ukraine, hatten vor der Pause zweimal eiskalt zugeschlagen und führten mit 2:0. Die Gastgeber, die sich nicht für das Turnier in Übersee qualifizieren konnten, hatten dem auch im zweiten Durchgang nichts entgegenzusetzen.

Auch der Dauerbrenner des 1. FC Köln konnte dem Spiel keine Wende geben. Am Mittwoch hat Jakub Kaminski dagegen zusammen mit Robert Lewandowski und Co. noch einmal vor heimischem Publikum die Chance, sich für die Quali-Enttäuschung zu rehabilitieren. Dann geht es gegen Nigeria. Für „Kuba“ auch eine Möglichkeit, nochmal auf internationaler Bühne Werbung in eigener Sache zu machen.

Kaminski war Dauerbrenner beim 1. FC Köln

Denn: Der Offensivmann mit den fünftmeisten Einsatzminuten aller Feldspieler in der vergangenen Saison liebäugelt weiter mit einem Abschied vom 1. FC Köln. Das Ziel seiner Träume: die Premier League. 

Die Situation ist klar: Der 1. FC Köln hat die Kaufoption von knapp über fünf Millionen Euro gezogen und besitzt damit ab dem 1. Juli die Transferrechte an Kaminski. Doch der Pole hatte sich schon im Sommer 2025 ausgehandelten Anschlussvertrag beim FC eine Ausstiegsklausel über rund 20 Millionen Euro einräumen lassen. Ein Betrag, den englische Klubs aus der Portokasse zahlen.

FC bei Kaminski nicht im Fahrersitz

Nach GEISSBLOG-Informationen ist bislang aber niemand beim FC vorstellig geworden. Zuletzt hatte der polnische Journalist Mateusz Borek berichtet, dass ein Premier-League-Club ein konkretes Angebot bei Kaminski hinterlegt habe. Der FC konnte dies auf Nachfrage dieser Onlinezeitung jedoch nicht bestätigen. Allerdings ist der FC in dieser Personalie – im Gegensatz zu Said El Mala – nicht auf dem Fahrersitz. Sollte ein Club Kaminski verpflichten wollen und sollte der Pole zusagen, würden die Geißböcke davon womöglich erst erfahren, wenn die Ausstiegsklausel aktiviert wird.

FC-Sportchef Thomas Kessler und Kaderplaner Tim Steidten müssen also wie auch bei El Mala zweigleisig planen. Klar ist: Wer die Daten der abgelaufenen Bundesliga-Saison im Blick hat, kommt an den FC-Stars kaum vorbei. Kaminski und seine Berater haben das Heft des Handelns in der Hand. Die Kölner Macher müssen abwarten, was passiert. Ein Zustand, den der FC bei Spielern dieser Qualität akzeptieren muss, will man sie von einer Verpflichtung überzeugen. 

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