Appell nach siebtem Trainerwechsel: „Wir würden alle gut daran tun…“

Jan Thielmann gehört beim 1. FC Köln zu den dienstältesten Profis. (Foto: Bucco)
Jan Thielmann gehört beim 1. FC Köln zu den dienstältesten Profis. (Foto: Bucco)

Jan Thielmann zählt beim 1. FC Köln zu den dienstältesten Profis. Trainerwechsel hat der Angreifer bei seinem Verein schon mehrfach erlebt. Vor dem Duell mit Eintracht Frankfurt äußerte sich der 23-Jährige unter anderem über den Wechsel von Lukas Kwasniok zu René Wagner und den kommenden Gegner. Das sagt Thielmann über…

…den Trainerwechsel von Lukas Kwasniok zu René Wagner: „Durch einen Trainerwechsel erhofft man sich immer neuen, frischen Wind. Gerade die Spieler, die beim alten Trainer vielleicht ein bisschen hintendran gestanden haben, haben jetzt nochmal eine neue Chance. Deswegen ist man ein bisschen sensibler, jeder bietet sich an. Die Trainingsqualität ist gut und ich sehe eine gute Reaktion.“

…seinen persönlich siebten Trainerwechsel: „Ich kann mich glaube ich recht schnell an Menschen gewöhnen. Sieben Trainer in der kurzen Zeit spricht nicht gerade für Qualität. Da seid ihr (die Medien, Anm. d. Red.) aber auch nicht ganz unbeteiligt. Wir würden alle gut daran tun, den Cheftrainer mal machen zu lassen und ein gewisses Vertrauen in ihn zu haben. Das wünsche ich mir bei René, hätte ich mir bei anderen Vereinen aber auch gewünscht. Man sieht bei anderen Vereinen, dass Trainer Erfolg haben können, wenn sie lange da sind. Mit dem neuen Trainerteam jetzt haben wir uns aber relativ schnell gefunden, wir hatten gute Einheiten.“

So beschreibt Thielmann die neuen Co-Trainer

…die Veränderungen, die der Wechsel mit sich bringt: „Jeder Typ Mensch und jeder Trainer hat Abläufe, die er anders macht. Da versucht man, den besten Weg zu finden, eine Mannschaft anzupacken. René hat sicherlich ein paar andere Wege als Lukas. Ich will das aber nicht bewerten, kein Weg ist besser oder schlechter. Wir wollen uns jetzt auf Frankfurt einstellen. Auch die beiden neuen Co-Trainer bringen frischen Wind rein.“

…Armin Reutershahn und Lukas Sinkiewicz: „Beide sind sehr lebendig. Armin hat eine unfassbare Erfahrung und schon einige Stationen miterlebt. Sinke bringt ein gewisses Temperament und Feuer mit. Es macht Spaß, beide ergänzen sich sehr gut.“

…neue Impulse trotz der internen Trainer-Lösung: „Sowohl externe als auch interne Menschen können Impulse geben. Wenn man in eine Führungsrolle reinkommt, hat man eine andere Verantwortung und andere Themenbereiche. René muss jetzt Pressekonferenzen halten und Themen bearbeiten, mit denen er sich vorher nicht beschäftigt hat. Auf dem Platz machen wir jetzt die Übungen, die er für sinnvoll hält. Auch ein interner Wechsel ist immer gut für uns.“

„Hoffe nicht, dass wir einen Feuerwehr-Mann brauchen“

…taktische Veränderungen: „Man muss natürlich schauen, dass Sachen verändert oder angepasst werden, ohne den riesen Cut zu machen. Wir wollen uns aber auch von Spiel zu Spiel dem Gegner ein wenig anpassen.“

…die Notwendigkeit eines Feuerwehr-Mannes: „Wir sind noch in einer relativ komfortablen Situation, der Punkte-Rückstand nach oben ist nicht groß. Wir müssen schauen, dass wir schnell ins Punkten kommen. Ich hoffe nicht, dass wir dann noch einen Feuerwehr-Mann brauchen.“

…René Wagner als Menschen: „Ich kenne René jetzt schon länger. Er ist sehr herzlich, hat ein offenes Ohr für jeden. Sowohl als Co- als auch als Chef-Trainer kommt er gut an die Mannschaft heran. Er hat auch einen guten Draht zu den erfahrenen Spielern. Er wird eine gute Mischung finden aus Spielern, die neu dabei sind, und dem alten Stamm.“

…den kommenden Gegner Eintracht Frankfurt: „Wir haben uns noch nicht so viel mit Frankfurt beschäftigt. Wir wollten während der Länderspielpause jetzt erstmal Inhalte trainieren und Spaß haben. Jetzt geht es darum, dass wir das verfeinern und auf Frankfurt hinarbeiten.“

Thielmann bereit für die Startelf

…seinen körperlichen Zustand nach seinem Comeback im Derby: „Durch die lange Länderspielpause bin ich sehr fit und wäre eine Option für die Startelf.“

…den Konkurrenzdruck durch die zahlreichen Rückkehrer: „Ich bin ein Freund vom Konkurrenzkampf. Wir haben einige Nationalspieler, die aktuell weg sind. Wenn die zurückkommen, sind wir bis auf die Langzeitverletzten komplett. Es macht unfassbar viel Spaß, wieder mit mehr Jungs auf dem Platz zu stehen.“

…die nächsten Duelle mit zwei Spielen gegen direkten Konkurrenten: „Frankfurt ist eine große Chance für uns, gerade vor den sehr wichtigen Spielen. Da können wir nochmal ein Ausrufezeichen setzen. Wenn wir mit Punkten zurückkehren, haben wir eine gute Ausgangslage und das würde uns das Leben in den Sechs-Punkte-Spielen danach deutlich leichter machen.“

…die Tugenden, auf die es nun ankommen wird: „Wir brauchen Punkte. Wir müssen nicht schön spielen, müssen keine Preise für die schönsten Tore gewinnen – auch wenn Ragys Tor sehr geil war. Das ist uns allen bewusst und wir müssen schauen, dass wir abgeklärter spielen und Siege über die Ziellinie bringen.“

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