Bittere Durststrecke für Sturm-Duo: Bewerbung für die Ersatzbank

Trainer Lukas Kwasniok mit seinen Spielern Luca Waldschmidt und Marius Bülter.
Trainer Lukas Kwasniok (1. FC Köln) mit Luca Waldschmidt (M.) und Marius Bülter. (Foto: Imago/Team2)

Lukas Kwasniok überraschte beim FC Augsburg mit dem Flügel-Duo Marius Bülter und Luca Waldschmidt. Beide Stürmer waren Totalausfälle. Jetzt droht ihnen beim 1. FC Köln wieder die Reservebank.

Erinnern Sie sich noch an den 11. Spieltag? Damals spielte der 1. FC Köln im RheinEnergieStadion gegen Eintracht Frankfurt und kam trotz klarer Unterlegenheit kurz vor Schluss nach einem 1:4-Rückstand noch einmal auf 3:4 heran. Die Torschützen: Marius Bülter und Luca Waldschmidt. Es waren ihre jeweils dritten Saisontore – und bis heute sind es die letzten Treffer der beiden Offensivspieler geblieben.

Und das, obwohl Bülter seitdem in jedem FC-Spiel auf dem Feld stand, acht Mal davon in der Startelf. Für Waldschmidt dagegen war es gegen Augsburg der erste Startelf seit Mitte Dezember, wenngleich auch der Ex-Nationalspieler immer wieder als Joker in die Partie kam.

Kein Scorerpunkt seit Frankfurt

Für Bülter kam seit dem Spiel gegen Frankfurt am 22. November nicht einmal mehr ein Scorerpunkt hinzu. War man zu Beginn der Saison noch begeistert, dass der Routinier sofort funktionierte, so passt das Wort des Trainers „überperformt“ auf niemanden besser als auf den für eine Million Euro von der TSG Hoffenheim verpflichteten Angreifer.

Bislang sprach noch immer Bülters Einsatzbereitschaft für ihn: Er machte die defensiven Läufe und stopfte fleißig viele Löcher. Doch nach seinem Begleitschutz für Augsburgs Vorbereiter Noahkai Banks beim Führungstor der Schwaben am vergangenen Freitag wackelt der Stammplatz des 32-Jährigen.

Kaminski und El Mala als Flügelzange gefordert

Den hatte Luca Waldschmidt ohnehin in dieser Saison noch nie. Sechs Startelf-Einsätze stehen elf Einwechslungen gegenüber. Und auch er konnte seit Frankfurt kaum noch scoren, nur eine Vorlage für Ragnar Ache in Stuttgart steht seit Mitte November auf seinem Punktekonto. Seinem Anspruch, ein Führungsspieler beim 1. FC Köln zu sein, wird der 29-Jährige weiterhin nicht gerecht.

So gibt es für die so wichtigen Spiele gegen Dortmund, Hamburg und Gladbach im Grunde nur eine Option: Die Positionen neben Mittelstürmer Ragnar Ache mit den pfeilschnellen Said El Mala und Jakub Kamiński zu besetzen. Das bedeutet aber für El Mala auch, den Rat des Bundestrainers anzunehmen und die Defensivarbeit nicht zu vernachlässigen. Denn im Abstiegskampf geht es nur, wenn alle elf Spieler in beide Richtungen mitarbeiten.

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