Mit zehn Scorerpunkten ist Ragnar Ache beim 1. FC Köln aktuell die Nummer zwei hinter Said El Mala. Der Angreifer hat sich in der Bundesliga inzwischen akklimatisiert. Das ist auch einem Nationaltrainer nicht entgangen.
Alleine in der Rückrunde hat Ragnar Ache fünf Tore für den 1. FC Köln erzielt, nachdem er in seinem ersten halben Jahr überwiegend als Vorbereiter überzeugt hatte. Der 27-Jährige hat seinen körperlichen Rückstand aus dem Sommer längst aufgeholt und ist inzwischen ein nicht mehr wegzudenkender Baustein in der Kölner Startelf. Zuletzt traf Ache auch im Derby gegen Borussia Mönchengladbach zum zwischenzeitlichen 2:1, heimste zudem mit seinem spektakulären Fallrückzieher gegen Hoffenheim die Auszeichnung zum Tor des Monats Februar ein.
All das ist auch Ghanas Nationaltrainer Otto Addo nicht entgangen. Zwar sprach der ehemalige Mittelfeldspieler gegenüber dem Express von einer „schwierigen Situation“, da seine Mannschaft gerade im Sturm „relativ gut besetzt“ sei. Allerdings spiele Ache in den Gedanken von Addo mit Blick auf die WM durchaus eine Rolle. „Es sind noch zwei Monate, ich würde niemals die Tür schließen. Wir haben Ragnar auf dem Schirm, aber am Ende des Tages muss ich die Entscheidung treffen. Wir haben sehr viele Stürmer, die international spielen und Stammspieler sind.“
Addo hätte Ache beinahe angerufen
Dabei hätte es für Ache sogar schon am Montagabend zu einem besonderen Debüt gegen die deutsche Nationalmannschaft kommen können. Um 20.45 Uhr trifft der DFB in Stuttgart auf die ghanaische Nationalmannschaft – und der FC-Stürmer wäre beinahe dabei gewesen! „Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich diesen Anruf tätige“, gab Addo zu.
Die Chancen auf eine WM-Teilnahme sind aber trotz des ausgebliebenen Anrufs für den Kölner vorhanden. Erst in zwei Monaten muss der Trainer seinen WM-Kader nominieren. „Ich werde alle möglichen Spieler, die für Ghana zur Verfügung stehen könnten, beobachten – dazu gehört auch Ragnar“, kündigte der 50-Jährige an. Bei dem großen Turnier im Sommer trifft Ghana in der Gruppe L auf England, Kroatien und Panama.
FC-Stürmer kann sich Verbandswechsel vorstellen
Ache selbst, der bis zur U21 noch für Deutschland gespielt und 2021 im deutschen Olympia-Kader in Tokio gestanden hatte, könnte sich einen Verbandswechsel dabei durchaus vorstellen. „Nationaltrainer Otto Addo hat mir mal eine Einladung in Aussicht gestellt, aber seitdem habe ich nichts mehr gehört. Gucken wir mal. Wie groß meine Chancen sind, kann ich nicht einschätzen. Ausschließen möchte ich das auf keinen Fall“, sagte Ache Ende Oktober im GEISSBLOG-Interview.
Um die Plätze konkurrieren muss der Stürmer dabei aktuell mit HSV-Angreifer Ransford Königsdörffer, Prince Adu von Viktoria Pilsen und Jordan Ayew von Leicester City. Das Trio kam am Freitag bei der jüngsten 1:5-Niederlage gegen Österreich zum Einsatz. Sollte Ache seine Form bis zum Saisonende halten und den 1. FC Köln womöglich zum Klassenerhalt schießen, könnte der Anruf von Otto Addo für den Angreifer das nächste Highlight des Sommers werden.








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!