Der 1. FC Köln setzt nach der Freistellung von Lukas Kwasniok auf eine interne Lösung. Dennoch haben sich die Verantwortlichen auch mit dem Trainermarkt auseinandergesetzt. Darüber hinaus steht Thomas Kessler mit Friedhelm Funkel in Kontakt – jedoch nicht, um ihn zu engagieren.
Als Thomas Kessler im vergangenen Jahr schon einmal einen Trainer verpflichten musste, weil das Saisonziel des 1. FC Köln in Gefahr geraten war, wählte er eine altbekannte Nummer. Nach dem Doppel-Aus von Christian Keller und Gerhard Struber verhalf er Friedhelm Funkel zur dritten Amtszeit am Geißbockheim.
Nun, wo es darum geht, nach dem Aufstieg mit Funkel nicht direkt wieder abzusteigen, entschied sich Kessler für eine gegenteilige Lösung: kein externer Routinier, sondern ein interner Neuling. Nach fünfeinhalb Jahren als Co-Trainer fungiert René Wagner erstmals in der Chefrolle, muss sich prompt im Abstiegskampf beweisen.
Kessler: „Telefoniere regelmäßig mit Friedhelm“
Dass im FC-Umfeld in den vergangenen Wochen, als Lukas Kwasniok bereits auf der Kippe stand, auch immer wieder über Funkel diskutiert wurde, versteht sich quasi von selbst. Schließlich gelang dem 72-Jährigen nicht nur der Aufstieg 2025, sondern auch 2021 der Klassenerhalt in der Relegation.
Angesprochen auf ein erneutes Funkel-Engagement als FC-Feuerwehrmann, schmunzelte Kessler am Montag und verriet: „Ich telefoniere tatsächlich regelmäßig mit Friedhelm, aber das liegt auch an unserer privaten Beziehung.“
Vielleicht telefoniere ich heute sogar noch mit Friedhelm – aber das wird nicht das Gespräch sein, an das ihr vielleicht alle denkt.
Thomas Kessler
Eine ernsthafte Option war Funkel in der aktuellen Situation offenbar nicht. „Jetzt geht es darum, dass ich die absolute Überzeugung habe, dass René der richtige Trainer ist. Und vielleicht telefoniere ich heute sogar noch mit Friedhelm – aber das wird nicht das Gespräch sein, an das ihr vielleicht alle denkt“, so Kessler. Ob Funkel im Laufe dieser Saison womöglich doch noch einen dienstlichen Anruf von ihm erhält, sollte Wagner die Wende nicht gelingen, bleibt abzuwarten.
Kessler: „Völlig normal, Dinge abzuklopfen“
Fakt ist, dass der bisherige Kwasniok-Assistent nicht der einzige Kandidat war, mit dem sich die FC-Verantwortlichen in den vergangenen Wochen auseinandergesetzt haben. Dem Vernehmen nach führten erste lose Gespräche mit potenziellen Alternativen zu Absagen.
„Es liegt in der Natur der Sache, dass man sich auch mit dem Markt auseinandersetzt“, erklärte Kessler nun. Das sei „in der Branche völlig normal und liegt in meiner Verantwortung, da Dinge abzuklopfen“. Wobei der Sportchef nicht zwangsläufig immer selbst involviert war: „Ich habe zum Glück ein gutes Team um mich herum, das den Markt sondiert, da muss ich nicht jedes Gespräch selber führen.“ Das Abklopfen dürfte weitergehen, auch wenn Kessler am Montag betonte: „Die Überzeugung ist sehr groß, dass wir in der Konstellation jetzt wieder erfolgreich sein werden.“








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!