Der 1. FC Köln kämpft um den Klassenerhalt. Sollte dieser gelingen, stehen auf dem Transfermarkt (millionen-)schwere Entscheidungen an. Eine davon betrifft Jahmai Simpson-Pusey – doch der hat ein Problem.
Der 1. FC Köln arbeitet zwar an der Neuaufstellung des Kaders und der Kaderplanung. Die Verpflichtung von Tim Steidten war in dieser Woche ein deutliches Zeichen. Auch, dass der FC bereit sein soll, eine mittlere einstellige Millionensumme zu zahlen, um die Kaufoption für Felipe Chavez vom FC Bayern zu aktivieren, steht dafür. Doch im Fall des Klassenerhalts geht es für die Geißböcke um noch deutlich größere Summe.
Die größte Summe betrifft Jahmai Simpson-Pusey. Der Engländer ist von Manchester City ausgeliehen. Die Sockelablöse in der Kaufoption soll bei rund acht Millionen Euro liegen, inklusive Boni könnte sie auf rund zehn Mio. Euro anwachsen – also in ähnlichen Sphären wie bei Rav van den Berg. Ursprünglich hatte City sogar eine Kaufoption in Höhe von 20 Mio. Euro für den 20-Jährigen gefordert (der GEISSBLOG berichtete).
Kessler macht Simpson-Pusey keinen Vorwurf
Nun aber haben der FC und Simpson-Pusey ein Problem: Der Youngster hat sich wegen seiner Roten Karte gegen Borussia Dortmund wieder selbst aus dem Aufgebot katapultiert. Nicht absichtlich, aber unglücklich. „Jahmai war superfleißig das ganze Spiel über, ist aber einfach einen Schritt zu spät gekommen. Wenn du jemanden so auf der Achillessehne triffst, brauchen wir uns nicht beschweren, wenn der VAR um die Ecke kommt und sagt, dass das eine Rote Karte ist“, sagte Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler.
Einen Vorwurf machte der Sportchef dem Engländer aber nicht. Simpson-Pusey hatte gegen Dortmund in den entscheidenden Situationen beim 0:1 und beim Platzverweis unglücklich agiert. Insgesamt ist man beim FC aber zufrieden mit dem Innenverteidiger. Dennoch bleibt die Frage: Sind die Geißböcke derart zufrieden, dass sie für das Defensivtalent einen hohen Millionenbetrag stemmen? Oder lassen sie Simpson-Pusey im Zweifel wieder zu Manchester City ziehen?
Maximal sieben weitere Einsätze
Am liebsten wäre es allen Seiten, wenn Simpson-Pusey als spielstarker Verteidiger in der Schlussphase der Saison eingreifen könnte. Doch nach dessen Muskelverletzung verpasst der 20-Jährige nun erneut mehrere Spieler und wird sich ab April erst wieder in die Mannschaft spielen müssen. Heißt: Die FC-Bosse können den Youngster nicht unter Wettkampfbedingungen sehen und bewerten, um dessen wahres Potenzial im Bundesliga-Vergleich zu bewerten.
Ein fester Transfer würde viel Geld binden, von dem die Geißböcke nicht allzu viel haben. Und so müssen Kessler, Steidten und Co. abwägen und Simpson-Pusey stattdessen erst einmal wieder im Training bewerten. Nach bisher sechs Einsätzen werden bis Saisonende maximal sieben Bundesliga-Spiele (Relegation ausgenommen) hinzukommen. Nicht mehr viel Zeit, um sich für einen Millionentransfer zu empfehlen.








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