Kwasniok sucht nach Rolle: Wie Chavez dem 1. FC Köln helfen kann

Lukas Kwasniok, Trainer des 1. FC Köln, wechselt Felipe Chávez ein. (Foto: Imago/MIS)
Lukas Kwasniok, Trainer des 1. FC Köln, wechselt Felipe Chávez ein. (Foto: Imago/MIS)

Der 1. FC Köln ist auf der Suche nach Kreativpotenzial. Die könnte ein Winterzugang bringen. Doch Trainer Lukas Kwasniok sucht noch nach der geeigneten Rolle für Youngster Felipe Chávez.

Felipe Chávez dürfte in dieser Saison einer der wenigen Spieler sein, die mit zwei unterschiedlichen Teams gegen den FC Augsburg verloren haben. Nach dem 1:2 mit dem FC Bayern im Dezember war er nun zwölf Minuten im Trikot des 1. FC Köln auf dem Platz, ehe das Spiel in Schwaben mit 0:2 endete.

Der Peruaner, der am Deadline-Day vom 1. FC Köln verpflichtet wurde, sucht immer noch nach einem Platz im Gefüge von Trainer Lukas Kwasniok. Oder umgekehrt: Der Coach sucht eine Rolle für den erst 18-jährigen Nationalspieler, der im vergangenen Oktober sein Länderspieldebüt für sein Heimatland gegeben hatte.

Chavez bringt zusätzliche Variabilität

Das könnte sich aber bald ändern. Spätestens wenn es gegen die direkten Konkurrenten auch auf spielerische Lösungen ankommen wird, dürfte Kwasniok froh sein, auf einen begnadeten Techniker zurückgreifen zu können.

„Felipe verfügt über hohe fußballerische Qualitäten. Mit seinen Offensivfähigkeiten gibt er uns zusätzliche Variabilität im Mittelfeld“, ließ sich Sportchef Thomas Kessler bei seiner Verpflichtung zitieren – und Chávez gilt dabei nicht nur als Option in der Zentrale, sondern könnte auch auf einen der offensiven Flügel ausweichen.

Eine Minute gegen Leipzig, nun zwölf gegen Augsburg, wo er bis 2019 in der Jugend spielte, ehe er den Sprung zum FC Bayern wagte. „Wir wollen ihn schrittweise an die Bundesliga heranführen“, sagt Kessler. Doch möglichst bald soll er seine Ideen und Qualitäten über längere Zeit auf dem Rasen einbringen.

Wie geht Chavez mit dem Druck um?

Wie weit man dem Jungprofi allerdings zutraut, sich in der Drucksituation Abstiegskampf behaupten zu können, das muss dann doch Trainer Kwasniok entscheiden. Schon vorm Spiel in Augsburg spielte er mit dem Gedanken, ihn vom Start weg ins kalte Wasser zu schmeißen.

Nachdem Marius Bülter oder Luca Waldschmidt in der Offensive enttäuschten und Kwasniok mit Tom Krauß eine zentrale Option für die rechte Schiene ins Gespräch gebracht hatte, wodurch auf der Doppelsechs eine Option aufgehen könnte, darf Chávez vielleicht gegen Dortmund auf mehr Spielzeit hoffen.

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