Die U17 des 1. FC Köln steht im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. In einem temporeichen und intensiven Spiel bezwangen die Geißböcke den VfL Wolfsburg verdient mit 3:1 (2:0) – und mussten dabei mehr als 90 Minuten an ihre Leistungsgrenze gehen.
Die circa 500 Zuschauer werden ihren sonntäglichen Besuch im Franz-Kremer-Stadion nicht bereut haben. Sie sahen Nachwuchsfußball auf höchstem Niveau, der alles zu bieten hatte: Tempo, Leidenschaft, fußballerische Finesse und schöne Tore. Aus Sicht des 1. FC Köln war das Entscheidende: Die U17 besiegte den Wolfsburger Nachwuchs, der sich als Vierter seiner Gruppe für die K.o.-Runde qualifiziert hatte, mit 3:1 und steht im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft.
Die Geißböcke erwischten durch ein Strafstoßtor von Luca Mijatovic nach drei Minuten zwar den perfekten Start, doch beeindrucken ließen sich die Gäste in der Folge nicht. Auch nach dem 2:0 (Erdogan) und 3:0 (Esposito) steckten die Gäste nie auf und forderten dem FC alles ab. „Wir wussten, was auf uns zukommt. Gerade diese Viertplatzierungen täuschen auch. Wir haben das Achtelfinale als 50:50-Spiel gesehen und es auch so angenommen“, war Trainer Vladyslav Moschenski ob des intensiven Spiels nicht überrascht.
Moschenski lobt Einsatzwillen
Dass der FC alles auf dem Platz ließ, zeigte sich beispielhaft in der 80. Minute, als gleich drei Kölner Spieler mit Krämpfen zu Boden gingen und behandelt werden mussten. Für Moschenski ein Zeichen, dass seine Spieler die Vorgaben für das Spiel vollends erfüllt hatten: „Wenn man allein darauf schaut, wie viele Jungs am Ende gekrampft haben und wirklich bis ans Limit gegangen sind, dann kann man sagen: Auftrag erfüllt! Nur so kann es gehen.“
Auffällig: Die B-Junioren schienen von der Atmosphäre im Franz-Kremer-Stadion (sonst spielt die U17 auf Rasenplatz 7) durchaus angestachelt. So wurde jeder erfolgreich geführte Zweikampf lautstark bejubelt. „Schön, wenn die Jungs sich gegenseitig pushen. So entsteht dann auch die Energie, die es vor so einer Kulisse braucht“, freute sich Moschenski über den Teamgeist.
Kombinationsfußball mit schönen Toren
Wie in der Vor- und Hauptrunde schon häufig zu beobachten, suchten und fanden die FC-Talente auch immer wieder fußballerische Lösungen, erspielten sich gute Chancen und belohnten sich mit schönen Toren – so wie der Treffer von Emanuele Esposito, der eine Faustabwehr des Wolfsburger Torwarts in 25 Metern Torentfernung mit der Brust annahm und dann per Lupfer zum vorentscheidenden 3:0 traf. Moschenski: „Neben dem Einsatz und der Leidenschaft haben wir aber auch das Fußballerische auf den Platz gebracht. Die Kombination war der Schlüssel zum Erfolg.“
Am kommenden Wochenende empfängt die U17 des 1. FC Köln im Viertelfinale den FC Augsburg. Die Fuggerstädter setzten sich, betreut vom ehemaligen FC-Nachwuchstrainer Jakob Strehlow, mit 4:1 gegen den Hamburger SV durch.







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