„Bittere“ Diagnose da! So lange muss der FC auf Ache verzichten

Ragnar Ache nach seiner Auswechslung gegen St. Pauli. (Foto: IMAGO / Justus Stegemann)
Ragnar Ache nach seiner Auswechslung gegen St. Pauli. (Foto: IMAGO / Justus Stegemann)

Ragnar Ache hat sich beim Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli wie erwartet eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Der 1. FC Köln muss wohl für den Rest der Saison ohne den zuletzt formstarken Stürmer auskommen.

Der 1. FC Köln muss im Saisonendspurt wie befürchtet auf Ragnar Ache verzichten. Wie der Verein am Samstagnachmittag bestätigt hat, hat sich der Stürmer beim 1:1 gegen St. Pauli eine Muskelverletzung zugezogen. Ache falle „voraussichtlich bis zum Saisonende aus“, heißt es vom FC, der die „bittere Nachricht“ nach einer MRT-Untersuchung bekannt gab.

Am Freitagabend hatte der Angreifer nach 50 Minuten auf der rechten Außenbahn zu einem Sprint angesetzt, befand sich in bester Flankenposition. Ache flankte jedoch nicht – er konnte nicht, da er eine Verletzung im rechten Oberschenkel verspürte. Der 27-Jährige setzte sich auf den Rasen; bei der nächsten Spielunterbrechung zeigten seine Teamkollegen sofort an, dass es für ihn nicht mehr weitergeht.

Kessler: Ache in der Kabine „niedergeschlagen“

Die FC-Verantwortlichen hatten schon direkt nach Abpfiff wenig Hoffnung auf Entwarnung. „Es sah nicht so gut aus. Ragnar war in der Kabine gerade auch ein Stück weit niedergeschlagen, was völlig normal ist“, berichtete Sportchef Thomas Kessler und kündigte gleichzeitig an: „Jetzt werden wir schauen, dass wir ihn schnellstmöglich in die Diagnostik bekommen.“

Auch Trainer René Wagner ahnte: „Ich glaube, da ist etwas. Aber es wäre zu früh, zu sagen, was es ist. Das müssen wir checken, morgen in Köln.“ Nach der Rückreise aus Hamburg ging es für Ache am Samstag in der MediaPark-Klinik in die MRT-Röhre. Die Untersuchung bestätigte eine strukturelle Verletzung, die bei nur noch vier verbleibenden Spielen Aches Saison-Aus bedeuten dürfte. Drei bis vier Wochen gelten bei einem Muskelfaserriss als die übliche Zeit, die ein Spieler benötigt, um zurückzukehren. 

Frustrierendes Ende nach gezieltem Aufbau

Frustrierend aus Aches Sicht: Der im vergangenen Sommer aus Kaiserslautern verpflichtete Stürmer hatte sich eigentlich so fit und stabil wie noch nie gefühlt. Bei seinen Ex-Vereinen hatte er immer wieder aufgrund muskulärer Probleme pausieren müssen.

Am Geißbockheim setzte man in der Hinrunde auf einen gezielten Aufbau des Angreifers, was sich in der Rückrunde auszahlte. Ache eroberte sich einen Stammplatz, avancierte mit sechs Treffern zum erfolgreichsten FC-Torjäger der zweiten Saisonhälfte. Nun ist er zum Zuschauen gezwungen. Schon nach seiner Auswechslung am Freitagabend fieberte er während der Behandlung emotional mit, wie ein Video des Vereins zeigt. 

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