Während Imad Rondic und Julian Pauli im Abstiegskampf der 2. Bundesliga Rückschläge erlitten haben, hat Jusuf Gazibegovic mit Sturm Graz in Österreich die Tabellenführung verloren. So lief das Wochenende für die Leihprofis des 1. FC Köln.
Er jubelte über seine vermeintliche Tor-Erlösung, stand letztlich aber doch wieder ohne Treffer und ohne Punkte da: Imad Rondic hat mit Preußen Münster kaum noch Chancen auf den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Am Samstag verlor das Tabellenschlusslicht das Ostwestfalen-Derby gegen Arminia Bielefeld mit 2:3 und hat bereits fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsrang.
Rondic freute sich nach 86 Minuten über sein zweites Saisontor, seinen ersten Treffer seit knapp drei Monaten. Doch Münsters 2:3-Anschluss wurde letztlich als Eigentor gewertet. Rondic und Maximilian Großer gingen zum Kopfballduell hoch, der Bielefelder war zuletzt am Ball und verlängerte das Spielgerät ins Netz der Arminia.
Rondic vor ungewisser Zukunft
So muss Rondic weiterhin auf ein Erfolgserlebnis warten und nach dem sich abzeichnenden Abstieg mit Münster erneut auf Club-Suche gehen. Geringe Einsatzzeiten, 3. Liga, dazu das Bundesliga-Gehalt beim FC – nichts spricht für einen Verbleib des bosnischen Angreifers, der in Köln noch bis 2029 unter Vertrag steht, aber auch hier keine Zukunft hat.
Bezeichnend für seine Rückrunde in Münster: Rondic traf lediglich einmal, war jedoch zweimal dazu gezwungen, einen Turban zu tragen. Sowohl bei seinem Debüt in Nürnberg als auch jetzt gegen Bielefeld musste er nach Zusammenstößen versorgt werden und machte mit Verband um den Kopf weiter.
Auch Julian Pauli steckt mit Dynamo Dresden weiterhin im Abstiegskampf. Die Sachsen haben mit 1:3 bei Fortuna Düsseldorf verloren und lediglich zwei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz. Wobei Dynamo als Tabellenzwölfter noch einige Mannschaften hinter sich hat. Pauli spielte in Düsseldorf wie gewohnt durch.
Potocnik im Pech
Jaka Cuber Potocnik würde mit Rot-Weiss Essen gerne in die 2. Liga aufsteigen, rutschte mit RWE am Wochenende allerdings auf Platz drei ab, der die Teilnahme an der Relegation bedeuten würde. Potocnik wurde bei der 1:2-Niederlage gegen Saarbrücken nach 74 Minuten eingewechselt und hätte beinahe als Joker zugeschlagen. Doch erst traf der Slowene den Pfosten, dann zwang er den gegnerischen Torhüter mit einem akrobatischen Abschluss zu einem starken Reflex.
Mansour Ouro-Tagba erzielte derweil sein achtes Saisontor für die Zweivertretung des VfB Stuttgart. Der Stürmer kam beim Drittliga-Auswärtsspiel beim TSV Havelse nach 67 Minuten von der Bank und markierte sechs Minuten später das 2:1 für Stuttgart. Letztlich siegte jedoch Havelse mit 3:2.
Carstensen und Gazibegovic nun in der Jägerrolle
Jeweils nicht im Kader standen Elias Bakatukanda und Emin Kujovic bei den Siegen ihrer Mannschaften in der österreichischen Bundesliga. Sowohl Bakatukandas Blau-Weiß Linz (3:0 gegen Altach) als auch Kujovics Wolfsberger AC (1:0 gegen Grazer AK) fuhren wichtige Erfolge im Abstiegskampf ein. Aktuell ist Wolfsberg Tabellenletzter, hat einen Punkt weniger als Linz.
Am anderen Ende der Tabelle hat Jusuf Gazibegovic aufgrund des vierten Remis in Folge mit Sturm Graz die Tabellenführung an den Linzer ASK verloren. Der Rechtsverteidiger wurde beim 1:1 gegen Austria Wien nach 80 Minuten eingewechselt.
Auf Platz zwei befindet sich auch Rasmus Carstensen mit Aarhus GF. Der einst komfortable Vorsprung auf Midtjylland ist nach nur einem Sieg in sieben Partien der Meisterrunde dahin. Am Sonntag endete das Topspiel gegen den Spitzenreiter torlos. Carstensen fehlte verletzungsbedingt im Kader.








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