Vor den letzten vier Bundesliga-Spieltagen hat Jonas Hector seine Prognose für den Abstiegskampf abgegeben. Dem 1. FC Köln reicht seiner Meinung nach ein weiterer Sieg. Der Erzrivale hingegen könnte es schwer haben.
Auch der Ex-Kapitän hat das 1:1 auf St. Pauli mit Erleichterung zur Kenntnis genommen. Da der 1. FC Köln seinen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz gehalten hat, blickt Jonas Hector einigermaßen entspannt auf den Ausgang des Abstiegskampfs in der Bundesliga.
„Es ist schön zu sehen, dass der FC relativ stabil ist mit fünf Punkten aus drei Spielen“, sagt der 35-Jährige in seinem Podcast Schlag und fertig. Er prognostiziert: „Wenn du noch einen Sieg holst, stehst du schon ganz gut da. Mit 34 Punkten bist du, glaube ich, safe.“
Hector: 1. FC Köln „mit einem Sieg so gut wie gerettet“
Feiert der FC noch einen Sieg, müsste St. Pauli aufgrund des deutlich schwächeren Torverhältnisses schon neun der noch möglichen zwölf Zähler einsammeln, um die theoretische Chance zu haben, die Geißböcke einzuholen. Wolfsburg bräuchte sogar elf Punkte, was nur mit vier Siegen in vier Partien möglich wäre.
„Das sehe ich bei beiden Mannschaften nicht“, so Hector, der anmerkt: „Wolfsburg und Pauli spielen am letzten Spieltag auch noch gegeneinander.“ Auch daher sei der FC „mit einem Sieg so gut wie gerettet“.
Die Gladbacher haben noch ein happiges Restprogramm. Das ist echt nicht ohne.
Jonas Hector
Generell sei es eine „spannende Konstellation“ im Tabellenkeller, wo es laut Hector für einen Kölner Erzrivalen durchaus noch eng werden könnte: „Die Gladbacher haben noch ein happiges Restprogramm. Das ist echt nicht ohne.“ Zumal für den Ex-Nationalspieler der Trend entscheidend ist: „Der FC hat die letzten drei Spiele nicht verloren, dann hast du wieder ein ganz anderes Selbstverständnis.“ Gladbach hingegen holte nur drei Punkte in vier Partien.
Ebenfalls gefährdet sieht Hector den HSV. „Sie haben in den letzten Wochen gestruggelt und haben eben nicht dieses Selbstverständnis, Spiele zu gewinnen.“ Die aktuelle Stimmung spiele eine große Rolle. „Es kann sein, dass die Mannschaften, die zuletzt nicht großartig am Punkten waren, die meisten Probleme bekommen.“ Wobei es auch St. Pauli schwer haben werde, die nötigen Punkte aufzuholen.
1. FC Köln mit Spielglück
Geholfen hätte den Kiezkickern natürlich ein Heimsieg gegen Köln, der gewiss im Bereich des möglichen war – hätte der FC nach VAR-Einsatz nicht einen Elfmeter erhalten. Bei der Bewertung der strittigen Szene verweist Hector auf die Kritik von St. Paulis Trainer Alexander Blessin (der GEISSBLOG berichtete).
„Wenn du genau hinguckst, ist eigentlich Kaminski bei Mets auf den Fuß getreten und dadurch ist das Foulspiel zustande gekommen“, so der frühere Linksverteidiger. „Da kannst du einfach nur sagen: Vielleicht hast du dir das Glück in den letzten Wochen erarbeitet. Genau dieses Spielglück musst du haben in so Situationen.“ Der FC hat es zur richtigen Zeit.







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