Der 1. FC Köln kann sich weiterhin über einen starken Said El Mala freuen. Nach dem Sieg gegen Bremen lobt der Offensivspieler vor allem Vertrauen und Kommunikation unter René Wagner. Aussagen, die auch einen Vergleich zur Zeit davor nahelegen.
Said El Mala wirkte nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen gelöst – und das nicht nur wegen seines Führungstreffers vom Elfmeterpunkt. Zwar blieb der Topscorer mit seinen Aussagen hinsichtlich seiner Zukunft kryptisch und ließ Raum für Spekulationen. Seine Worte für den neuen Cheftrainer René Wagner waren dabei jedoch umso deutlicher.
„Ich spüre das Vertrauen, das ist extrem gut“, sagte der 19-Jährige. „Ich habe einen offenen Austausch mit René. Wir quatschen, wenn uns was nicht passt oder wenn uns etwas wichtig ist.“ Noch im Winter im Trainingslager in Spanien hatte El Mala öffentlich angedeutet, mit dem damaligen Cheftrainer Lukas Kwasniok praktisch kaum in einem direkten Austausch zu stehen. Anders sieht dies nun mit Wagner aus. „Die Unterstützung vom Trainer macht es einfach leichter“, sagte El Mala am Sonntag.
Wagner mit klarem Signal an El Mala
Es sind Sätze der begehrten Angreifers, die vor allem eines transportieren: Nähe, Kommunikation und Vertrauen. Faktoren, die beim FC zuletzt nicht immer selbstverständlich wirkten. Denn gerade über den Umgang von Kwasniok mit dem Supertalent hatte es immer wieder Diskussionen gegeben. Der Ex-Trainer setzte El Mala über Monate hinweg überwiegend als Joker ein und äußerte öffentlich Zweifel an dessen Bereitschaft für die „Drecksarbeit“.
Umso auffälliger wirkt nun der Kontrast. René Wagner hat dabei früh klargemacht, welchen Stellenwert El Mala für ihn besitzt. „Ich glaube, dass wir uns aktuell keinen Gefallen tun, Said nicht in der Startelf zu haben“, sagte der Coach bereits vor seinem ersten Spiel in Frankfurt. Eine klare Ansage – und offenbar auch ein Signal, das beim Spieler angekommen ist.
Nach Kwasniok-Aus: Als Team mehr zusammengewachsen
Die Entwicklung scheint diese Entscheidung zu bestätigen. El Mala liefert weiterhin und übernimmt dabei wie beim Elfmeter Verantwortung. Auch das Mannschaftsgefüge scheint sich seit dem Trainerwechsel verändert zu haben. „Wir sind noch mal mehr als Team zusammengewachsen in den letzten Tagen und Wochen. Das spürt, glaube ich, das ganze Stadion. Wir haben einfach Bock zu kicken, auch wenn wir es unnötig knapp gemacht haben“, meinte der Offensivspieler nach dem zwischenzeitlich zittrigen Sieg über Bremen.
Die Bilder nach dem Schlusspfiff passten dazu: gemeinsamer Jubel und viel Nähe zwischen Trainer und Spielern. Ob El Malas Aussagen als direkter Seitenhieb auf Kwasniok zu verstehen sind, bleibt zwar offen. Klar ist jedoch: Unter Wagner scheint der Zugang ein anderer zu sein. Und für El Mala „macht es das einfach leichter“.








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