Neuer Trainer, neue Chance? Wie Waldschmidt Wagner überzeugen will

Luca Waldschmidt lächelt Teamkollege Denis Huseinbasic zu.
Neue Chance im Saisonendspurt? Luca Waldschmidt lächelt Teamkollege Denis Huseinbasic zu. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln bereitet sich unter René Wagner auf die Partie bei Eintracht Frankfurt vor. Luca Waldschmidt ist einer der Routiniers, die auf eine neue Chance hoffen.

Vor seinem Bundesliga-Debüt als Cheftrainer des 1. FC Köln zieht René Wagner als Nachfolger von Lukas Kwasniok alle Register. Die allermeisten Trainingseinheiten finden hinter verschlossenen Türen statt, am Geißbockheim wird schon das Spiel gegen Eintracht Frankfurt als große Chance begriffen, schließlich herrscht bei den Hessen jede Menge Unruhe und die Tendenz geht seit dem Trainerwechsel von Dino Toppmöller zu Albert Riera eher nach unten als nach oben.

Immerhin: Kurzfristig war die Einheit am Dienstag für die Öffentlichkeit zugänglich, doch trotz Osterferien verirrten sich nur wenige Zaungäste ins Franz-Kremer-Stadion. Was sie sowie Sportchef Thomas Kessler und sein Direktor Kaderplanung Tim Steidten dort sahen, war: klare Kommunikation von Wagner, der auch aktiv in den Übungen wirkte.

Heintz, Kainz, Waldschmidt: Routiniers sind gefordert

Und Routiniers, die nochmal auf ihre Chance hoffen. Dominique Heintz (32) kommt in dieser Bundesliga-Saison bislang auf acht Einsätze, war in der Einheit aber extrem engagiert und ließ sich auch von einem Zusammenprall, der ihm sichtlich Schmerzen am Arm bereitete, nicht stoppen. 

Noch auffälliger war vom Start des Trainings weg Luca Waldschmidt. Der 29-Jährige hatte im Winter per Interview eine tragendere Rolle eingefordert und war danach von Ex-Coach Kwasniok aus dem Kader für den Auftakt in Heidenheim geflogen. Später reichte es nur noch zu Kurzeinsätzen, lediglich bei der Niederlage in Augsburg hatte er einen Platz in der Startelf.

Waldschmidt: Mit Leistung als Alternative anbieten

Nun ist Waldschmidt einer jener Profis, der sich Hoffnungen machen kann, vom Trainerwechsel zu profitieren. Die Signale im Training waren nicht zu übersehen: Der Offensivspieler, dessen Vertrag bis 2027 läuft, ging konzentriert und mit Wille voran. Ob es reicht? Zum Kader dürfte der 29-Jährige wohl gehören, wenn der FC-Trupp am Samstagnachmittag in Richtung Frankfurt aufbricht. Ob es gar für mehr reicht?

Zumindest schickt sich Waldschmidt unter Wagner an, wieder eine dringend nötige Alternative zu werden, sollten Said El Mala und Jakub Kaminski einen schlechten Tag erwischen oder eine spielerische Alternative im Sturmzentrum gefragt ist. Wagner kann es nur recht sein, sollten Spieler wie Heintz, Waldschmidt und auch Ex-Kapitän Florian Kainz ihre Erfahrung noch einmal einbringen, ehe für alle drei – und auch das ist kein Geheimnis – im Sommer die Zeit beim FC enden könnte.

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