Sieg im Top-Spiel: Jusuf Gazibegovic winkt die dritte Meisterschaft mit Sturm Graz. In Österreich will sich der Leihprofi des 1. FC Köln für eine Zukunft am Geißbockheim und die Weltmeisterschaft empfehlen.
Auch die zweite Verletzung ist ausgestanden. Nach seiner Winter-Leihe vom 1. FC Köln zu Sturm Graz musste Jusuf Gazibegovic bereits zweimal wegen muskulärer Probleme aussetzen. Am Sonntag hat der Rechtsverteidiger beim Top-Spiel gegen Rapid Wien sein erneutes Comeback und einen wichtigen Sieg gefeiert – Gazibegovic befindet sich mit Sturm endgültig auf Meisterkurs.
Durch einen 2:0-Erfolg beim bisherigen Tabellenzweiten konnte der Tabellenführer aus Graz seinen Vorsprung auf vier Zähler ausbauen. Mit RB Salzburg, Rapid und dem Linzer ASK folgt ein punktgleiches Trio auf den Rängen zwei bis vier. Dieses Polster gilt es für Gazibegovic & Co. in den verbleibenden sieben Partien zu verteidigen.
Gazibegovic noch nicht bei 100 Prozent
„Das war ein Spiel, wo wir uns erstmals leicht absetzen konnten, und das haben wir genutzt. Wir waren konkreter und haben unsere Tore gemacht“, sagte der Kölner Leihprofi nach Abpfiff bei Sky und sprach von einem „guten Schritt nach vorne“.
Das galt auch für ihn persönlich. Nach nur einem Hinrunden-Einsatz beim FC bestritt Gazibegovic sein fünftes Bundesliga-Spiel für Sturm. Wenn er fit war, stand er immer in der Startelf. Bei seinem Comeback in Wien hielt er eine Stunde durch, meinte anschließend: „Ich konnte noch nicht über die gesamte Distanz gehen, habe es in der ersten Halbzeit mit der Luft gespürt.“
Traum von der Weltmeisterschaft lebt
Die Spielzeit soll steigen, Gazibegovic spürt einen doppelten Antrieb. Er will nicht nur seine dritte Meisterschaft mit Sturm feiern, sondern unbedingt auch mit Bosnien und Herzegowina zur WM fahren. Unter der Woche hatte er vor Ort den Playoff-Erfolg gegen Italien gefeiert – nun will er sich für das Turnier in Übersee empfehlen. „Jetzt will ich alles reinhauen, unbedingt jedes Spiel spielen und mich für die WM bewerben. Hoffentlich reicht es dann.“
Anschließend, so Gazibegovics aktueller Plan, soll es zurück ans Geißbockheim gehen. „Ich will wieder Gas geben, durchstarten und im Sommer meine zweite Chance nutzen“, hatte er zuletzt im Sky-Format Talk und Tore angekündigt, zum FC zurückkehren zu wollen. Bei Lukas Kwasniok habe er „viele Entscheidungen nicht verstanden“, doch das Aus des Trainers dürfte Gazibegovics Motivation für einen neuen Anlauf in Köln noch steigern. Sein Vertrag läuft bis 2028.








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