Der 1. FC Köln hat am Montagabend den Saisonabschluss gefeiert. Am Rande des Events erklärte Präsident Jörn Stobbe, dass René Wagner bei der Trainersuche aktuell die Nase vorn habe. Was bedeutet das für die Entscheidung?
Am Montagabend hatte der 1. FC Köln in die Flora geladen. Am Zoo und damit in unmittelbarer Nähe von Hennes IX. feierten die Geißböcke den Klassenerhalt der Bundesliga-Männer und Bundesliga-Frauen ebenso wie ein sportlich auch in anderen Abteilungen erfolgreiches Jahr – nicht zuletzt dank des Finaleinzugs der U19 im Kampf um die Deutsche Meisterschaft.
Doch die Verantwortlichen umtreibt aktuell bei allen Feierlichkeiten eine entscheidende Frage: Wer wird Cheftrainer der Bundesliga-Männer in der kommenden Saison? René Wagner kam mit seiner Partnerin Mandi und weiß, dass er noch ein paar Schritte zu gehen hat, ehe er womöglich in seiner Position bestätigt werden wird. Doch der Vorstand machte am Montagabend auch klar: Wagner ist Kandidat Nummer eins.
Lob vom FC-Präsidium für Wagner
„René hat in den vergangenen Wochen einen klaren Auftrag gehabt – und den hat er absolut erfüllt“, sagte Vizepräsident Ulf Sobek, der bekanntlich im Vorstand für den Sport zuständig ist. „Er hat uns letztendlich zum Klassenerhalt geführt. Das war ein ganz wichtiger Faktor und auch der Grund, warum wir uns bewusst für ihn entschieden haben. Wir sehen in ihm auf jeden Fall einen Trainer mit sehr viel Potenzial.“

Sobek machte auch klar, dass jetzt zeitnah eine umfangreiche Saisonanalyse erfolgen werde, zu der auch Wagner und Wagners Rolle gehöre. „Dazu gehört auch, dass alle Beteiligten noch offene Fragen beantworten und die verschiedenen Gremien eingebunden werden“, erklärte Sobek. Wagner wird also noch einmal Rede und Antwort stehen müssen, womöglich nicht nur vor der Geschäftsführung mit Sportchef Thomas Kessler, sondern auch vor dem Präsidium.
Kessler schweigt, Stobbe lobt
Kessler selbst wollte sich am Montagabend nicht äußern. Der Sport-Geschäftsführer wird erst nach der Trainerentscheidung wieder öffentlich in Erscheinung treten. Dafür erklärte Präsident Jörn Stobbe, dass Wagner die wahrscheinlichste Lösung auf der Trainerposition sein wird. „René Wagner ist aktuell natürlich in der Pole Position als Trainer“, sagte Stobbe. „Ich habe ihn in den letzten Wochen positiv wahrgenommen. Er hat seine Mission erfüllt und ich konnte ihn auch persönlich besser kennenlernen. Das hat mir sehr gefallen.“
Stobbe lobte Wagner, „dass er sich selbst nicht so in den Vordergrund stellt. Man nimmt ihm glaubhaft ab, dass ihm der 1. FC Köln und der Erfolg der Mannschaft wirklich wichtig sind.“ Trotzdem müsse zunächst eine umfangreiche Analyse erfolgen, um zu dem richtigen und für den FC wichtigen Ergebnis zu kommen. „Das ist wichtig.“ Doch am Montag klang vieles danach, als sei Wagner auf dem besten Wege als Cheftrainer bestätigt zu werden.








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