Kommt Rav van den Berg in dieser Bundesliga-Saison aus einem kuriosen Grund nicht mehr für den 1. FC Köln zum Einsatz? Angeblich müsste der FC für den Niederländer andernfalls eine Millionen-Nachzahlung leisten. Trainer René Wagner will davon nichts wissen, äußert sich aber zu den Einsatzchancen des Verteidigers zurückhaltend.
Rav van den Berg war im vergangenen Sommer der defensive Königstransfer beim 1. FC Köln. Der Innenverteidiger wechselte für acht Millionen Euro Ablöse vom FC Middlesbrough ans Geißbockheim – zuzüglich Bonuszahlungen. Ob er allerdings in dieser Saison nochmal zum Einsatz kommt, ist fraglich.
Nachdem ihn in der Hinserie eine Schulterverletzung aus der Bahn geworfen hatte, kämpfte sich der Niederländer im Februar regelmäßig ins Team zurück und spielte sechs Spiele von Beginn an. Doch nach seiner wackligen Leistung gegen Eintracht Frankfurt war diese Serie zu Ende. Nach dem 2:2 verbannte ihn Interimscoach René Wagner auf die Bank, van den Berg bekam keine Einsatzminute mehr.
Wagner über Option: „Höre ich zum ersten Mal“
Die Fahrt zum Spiel bei Union Berlin trat der Niederländer erst gar nicht an. Muskuläre Probleme waren laut 1. FC Köln der Grund. Nach einem Bericht des Express soll aber auch die Ablösevereinbarung eine Rolle spielen. Der FC könne demnach bis zu zwei Millionen Euro sparen, falls van den Berg eine gewisse Anzahl Einsätze nicht überschreite. Aktuell steht van den Berg bei 14 Bundesliga-Spielen – würde ein Bonus also womöglich bei 15 Einsätzen fällig werden?
Auf GEISSBLOG-Nachfrage zeigte sich Wagner am Freitag auf der Pressekonferenz überrascht. „Das höre ich zum ersten Mal. Er hatte Probleme letzte Woche, konnte das Abschlusstraining nicht zu Ende machen und dann haben wir uns für Dominique Heintz entschieden. Jetzt müssen wir schauen, wie wir uns für den Kader am Sonntag entscheiden. Aktuell trainiert Rav aber schmerzfrei.“
Sorgt Wagner gegen Heidenheim für Novum?
Ob van den Berg also am Sonntag wieder im Kader stehen wird, ließ Wagner offen. Zumal Heintz sich eigentlich vom FC-Publikum mit einem letzten Kader-Einsatz verabschieden soll. Anstelle van den Berg? Bislang stand der Kapitän der niederländischen U21-Nationalmannschaft immer im Kader, wenn er trainieren konnte. Sonntag wäre ein Novum, sollte Wagner auf ihn verzichten.
Dass der Innenverteidiger zuletzt allerdings nicht spielte, hatte nachvollziehbare Leistungsgründe. Van den Berg hatte in dieser Saison auch aufgrund seiner frühen Verletzung und seiner verpassten Vorbereitung Probleme sich in der Bundesliga zurechtzufinden. Die Verantwortlichen sind sich längst einig, dass die Sommer-Vorbereitung 2026 dem Rechtsfuß helfen wird, um im zweiten Jahr durchzustarten. Zumal für FC-Geschäftsführer Thomas Kessler und Kaderplaner Tim Steidten auch wichtig sein dürfte zu sehen, wie sich Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar schlagen. Bei beiden Spielern wollen die Kölner die Kauf-Option ziehen.







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