Der 1. FC Köln steht vor wichtigen Transferentscheidungen in den nächsten Wochen. Die womöglich größte Baustelle rückt so langsam in den Fokus.
Die Gerüchteküche beginnt kurz vor Ende der laufenden Bundesliga-Saison zu brodeln, und natürlich ist auch der 1. FC Köln mitten im Getümmel. Kaderplaner Tim Steidten und Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler planen den Kader der Zukunft, und es gibt in allen Mannschaftsteilen großen Bedarf.
Bislang beschränkten sich die Gerüchte um Neuzugänge beim FC vornehmlich auf Defensivspieler. Die womöglich größte Baustelle beim FC ist seit Mittwoch und Donnerstag um zwei Gerüchte reicher. Der FC Brentford soll bei Said El Mala Ernst machen und ein großes Angebot vorbereiten – und auch Jakub Kaminski soll einem Wechsel im Sommer in Richtung England nicht abgeneigt sein.
El Mala als Lebensversicherung des 1. FC Köln
Zunächst zu El Mala: Zwölf Tore und fünf Vorlagen hat der 19-Jährige auf seinem Konto, damit war und ist er die Lebensversicherung des 1. FC Köln. Und so stellt sich die drängende Frage – auch angesichts der Preise für qualitativ hochwertige Kräfte: Wie will der 1. FC Köln in der kommenden Saison ohne den pfeilschnellen Angreifer eine Bundesliga-taugliche Offensive stellen?
Schon im Winter hatte es die FC-Führung versäumt, im Angriff nachzulegen, als Ragnar Ache zu dem damaligen Zeitpunkt erst ein Saisontor erzielt hatte, Marius Bülter im Formtief hing und Fynn Schenten zwar gelobt wurde, aber seine Bundesliga-Tauglichkeit noch nicht nachgewiesen hatte. Es war durchaus ein Risiko, welches die FC-Verantwortlichen bereit waren einzugehen. Was passiert nun im Sommer?
Ausstiegsklausel: Zittern um Jakub Kaminski
Immerhin: Mit Jakub Kaminski bleibt ein zweites Kreativ-Element des Kölner Offensivspiels durch das Ziehen der Kaufoption zunächst einmal erhalten. Allerdings hat der Pole mit zwölf Scorerpunkten ebenfalls auf sich aufmerksam gemacht – nicht nur für den FC in der Bundesliga, sondern auch bei finanzstärkeren Clubs. Kaminski macht keinen Hehl daraus, dass er gerne einmal in der Premier League spielen würde. Eine Ausstiegsklausel in seinem künftigen Vertrag beim FC würde es möglich machen.
El Mala mit 17 Scorerpunkten und Kaminski mit zwölf – die beiden Topscorer des 1. FC Köln geraten mit Blick auf den Transfersommer gemeinsam in den Fokus. Dahinter hat der FC mit Ragnar Ache (zwölf Scorer), Marius Bülter (zehn) und Luca Waldschmidt (neun) zwar drei weitere Angreifer, die in dieser Saison ordentlich gescort haben. Doch El Mala und Kaminski wären sie nicht in der Lage zu ersetzen.
Kessler muss Ersatz holen
Die große Analyse nach der Saison wird wohl zeigen: Nur der – zu Saisonbeginn in dieser Form nicht erwartbaren – Leistungsexplosion El Malas sowie des über die gesamte Saison funktionierenden Kaminski war es zu verdanken, dass der Sturm des 1. FC Köln konkurrenzfähig war. Die Geißböcke müssen im Sommer ohnehin im Angriff nachlegen. Sollten El Mala und Kaminski gehen, wäre dies umso mehr gefragt. Somit dürfte die Offensive zum gordischen Knoten für Kessler in diesem Transfersommer werden.








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