Die U19 des 1. FC Köln steht im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Dorthin zu kommen war jedoch ein Kraftakt – und der erneute Beweis einer wichtigen Stärke.
Als die U19 des 1. FC Köln in der Verlängerung beim SC Paderborn plötzlich mit 1:2 zurücklag, schien das Finale um die Deutsche Meisterschaft in weite Ferne zu rücken. Doch genau in solchen Momenten zeigt diese Mannschaft ihre größte Qualität: Sie gibt niemals auf.
Wie schon im Endspiel des vergangenen Jahres, als die Kölner nach einem 0:2-Rückstand bei Bayer Leverkusen am Ende doch noch den Titel holten, kämpfte sich der FC auch diesmal zurück. Binnen drei Minuten drehten die Geißböcke das Spiel im zweiten Durchgang der Verlängerung doch noch in einen 3:2-Erfolg.
Ruthenbeck nicht überrascht von seiner Mannschaft
Trainer Stefan Ruthenbeck wirkte hinterher kaum überrascht von der Mentalität seiner Mannschaft. „Wir sind das gewohnt. Das war letztes Jahr häufig genauso“, sagte der Coach nach dem dramatischen Halbfinale. „Wir sind nicht einfach zu besiegen.“ Dabei war die Partie über weite Strecken alles andere als leicht für die Kölner. Paderborn verteidigte kompakt und stellte den FC immer wieder vor Probleme. „Die Paderborner haben ein richtig gutes Spiel gemacht und uns gut gelesen“, erklärte Ruthenbeck. „Wir sind nicht so in unsere Räume gekommen wie gewohnt. Es ist im Jugendbereich schwierig, eine Fünferkette zu bespielen.“
Erst gegen Ende der Extra-Spielzeit verschob sich das Momentum zugunsten der Kölner, während die Gastgeber zunehmend mit Krämpfen auf dem Boden lagen. Ruthenbeck reagierte in der Verlängerung mit personellen Anpassungen und setzte bewusst auf den jüngeren Jahrgang. „Dann ging es darum, Mann gegen Mann anzulaufen und Bälle zu erobern“, erklärte der Trainer. „Ich hatte das Gefühl, dass wir hintenraus mehr Körner hatten.“
Titelverteidigung schaffte zuletzt der BVB
Nun darf der FC erneut vom Titel träumen. Am 31. Mai geht es in Sinsheim gegen die TSG Hoffenheim um die Deutsche Meisterschaft – vermutlich wie schon im Vorjahr in der BayArena vor großer Kulisse. Das Finale soll auch diesmal im großen Stadion stattfinden. Ein Umstand, den die Kölner spätestens durch das Highlight-Spiel gegen Inter Mailand in der Youth League gewohnt sind.
Für beide Vereine wäre es dabei jeweils der dritte Titel der Vereinsgeschichte in der U19. Dem FC bietet sich zusätzlich die Chance auf etwas Besonderes: Die letzte Mannschaft, die die deutsche A-Junioren-Meisterschaft in zwei aufeinanderfolgenden Jahren gewann, war Borussia Dortmund 2016 und 2017. Die Kölner sind nun nur noch einen Schritt davon entfernt, genau das ebenfalls zu schaffen.







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