Talente-Check: Diese Leistungsträger sollen die neue U19 anführen

Benjamin Ley jubelt mit der U19 des 1. FC Köln. (Foto: GEISSBLOG)
Benjamin Ley jubelt mit der U19 des 1. FC Köln. (Foto: GEISSBLOG)

Trotz der Niederlage im Finale der Deutschen Meisterschaft hat die U19 des 1. FC Köln eine überzeugende Saison gespielt – und richtet den Blick nach vorne. Zwei Spieler stehen in der nächsten Saison besonders im Fokus.

Viel Zeit zum Durchschnaufen hat der Nachwuchs in der FC-Akademie nicht: Bereits an diesem Mittwoch (17.  Juni) beginnt für die neu formierte U19 des 1. FC Köln die Vorbereitung auf die neue Saison, denn schon am 2. August steht die 1. Runde im DFB-Pokal auf dem Programm. Stefan Ruthenbeck schüttelt ob des fehlenden Urlaubs für seine Spieler zwar den Kopf, ändern kann er aber nichts.

Trainingsauftakt am Mittwoch

Keine drei Wochen nach dem verlorenen Finale erhält seine Mannschaft ein neues Gesicht: Etliche Spieler verließen den Verein oder rücken nun zur U21 auf (der GEISSBLOG berichtete). Für Ruthenbeck heißt es wie vor jeder Saison, ein neues Team zusammenzustellen, die sich im Kern aus vielen Stammkräften der alten U17 und jenen Spielern zusammensetzt, die sich bereits ein Jahr bei den A-Junioren beweisen konnten.

Eine wichtige Rolle werden dabei Benjamin Ley und Lennard Völp spielen. Beide Talente etablierten sich als Spieler des jüngeren 2008er-Jahrgangs bereits als Stammkräfte in der Vizemeister-Saison der U19 und haben zwei Gemeinsamkeiten: Flexibilität und Wille. Und beide werden in der U19 bleiben und nicht vorzeitig in die U21 aufrücken.

Ruthenbeck über Ley: „Überragende Mentalität“

Der erst im April 18 Jahre alt gewordene, 1,73 Meter große Ley stand in 25 Meisterschaftsspielen, vier Pokal- und vier UEFA Youth League-Spielen auf dem Platz und war aus der ersten Elf von Ruthenbeck nicht wegzudenken. Ruthenbeck sagt über Ley, der bei der U17-Weltmeisterschaft 2025 ebenfalls zum Stammpersonal des DFB gehörte: „Ein Spieler, der defensiv wie offensiv einen Beitrag leisten kann. Die Torgefahr müssen wir noch ein bisschen entwickeln, aber er bringt eine überragende Mentalität mit.“

Ob im zentralen Mittelfeld, in der offensiven Halbposition oder als hängende Spitze: Ley wirft sich trotz oder gerade wegen seiner Körpergröße in jeden Zweikampf, hat ein gutes Timing im Pressing und immer ein Auge und Gespür für den Ball auf den besser postierten Mitspieler. Er soll in der kommenden Saison in eine Führungsrolle wachsen und das Kölner Spiel lenken.

Ruthenbeck über Völp: „Viel Dynamik!“

Auch Lennard Völp stand in allen Wettbewerben der A-Junioren auf dem Platz.  Der noch 17-Jährige, hochgewachsene Allrounder entwickelte sich zum „Mann für alle Fälle“ unter Ruthenbeck: War Völp in der U17 der vorletzten Saison zumeist klassisch als Sechser im Einsatz, sammelte er bei der U19 zudem etliche Spielminuten als linker Verteidiger oder im offensiven Mittelfeld. Eine weitere Qualität: Völp verfügt über einen Einwurf, bei dem er das Spielgerät mit viel Wucht in den Strafraum schleudert und so Torchancen kreiert.

„Er ist ein Zweikämpfer mit viel Dynamik, der jedes Spiel gewinnen will. Ein Spieler, wie ihn jeder Trainer gerne hat, weil er zuhört und versucht die Dinge umzusetzen“, lobt Ruthenbeck seinen Schützling. Und so wäre es keine große Überraschung, wenn Völp in der kommenden Saison eine echte Führungsrolle im neuen A-Junioren-Team des 1. FC Köln übernehmen wird. 

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