Wer geht, wer überrascht? FC-Talente zwischen Profi-Chance und Leihe

Etienne Borie (r.), hier im Zweikampf mit David Okpodu, trainiert aktuell mit der U21. (Foto: Bucco)
Etienne Borie (r.), hier im Zweikampf mit David Okpodu, trainiert aktuell mit der U21. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln wird auch in diesem Sommer wieder einige seiner Talente verleihen. Mehrere Youngsters bewegen sich zwischen einer Chance in der Profi-Vorbereitung und einem Abgang.

Wenn der 1. FC Köln in knapp zwei Wochen in die Saisonvorbereitung einsteigt, werden wie jedes Jahr auch einige Youngsters mit auf dem Platz stehen. Sie erhalten die Chance, sich René Wagner zu zeigen, sich für das Trainingslager in Kitzbühel (24. bis 31. Juli) und dann für einen dauerhaften Kaderplatz zu empfehlen.

Welche Youngsters aufrücken, sei „Stand jetzt noch nicht klar“, sagte der Technische Direktor Lukas Berg zuletzt beim Auftakt der U21, „weil wir noch viel Gestaltungsmöglichkeiten im Profi-Kader und auch im U21-Kader haben werden“. Doch Berg kündigte an: „Natürlich werden wir den einen oder anderen der Jungs mit in die Profi-Vorbereitung nehmen.“

U21-Training als Hilfe für Profi-Einstieg

Die aussichtsreichsten Kandidaten werden jene Talente sein, die sich schon in der Vergangenheit bei den Profis präsentieren durften – wie Fynn Schenten, Cenny Neumann, Yannick Mausehund, Etienne Borie, Fayssal Harchaoui oder auch Malek El Mala.

Eine Rolle dürfte dabei auch spielen, wie die Nachwuchsspieler aktuell im U21-Training auftreten. „Wir haben die unglaublich komfortable Situation, dass wir mit der U21 deutlich früher in die Vorbereitung starten als die Profis“, sagte Berg und sieht es grundsätzlich als „großen Vorteil, dass wir für die Jungs, die übergehen, hier schon mal eine Vorbereitung vor der Vorbereitung haben, um die Lücke in der Belastungssteuerung zu schließen“.

Reicht die Regionalliga nicht, muss eine Leihe her

Wer bereit ist fürs Profi-Training, ist natürlich längst noch nicht bereit für eine Bundesliga-Saison. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass dauerhafte Beförderungen nach der Saisonvorbereitung eher die Seltenheit sind – und dass eine Leihe als nächster Schritt helfen kann. Mehr als weitere Spielpraxis bei der U21.

„Ganz klar ist mit einigen Jungs besprochen, dass es für sie nicht der nächstbeste Schritt sein wird, wieder in dieser Regionalliga West aufzutauchen“, stellte Berg klar und schob noch nach: „Wir arbeiten mit den Jungs und ihrem Umfeld daran, den nächsten Entwicklungsschritt zu nehmen. Wie das in der Vergangenheit auch war.“

Etienne Borie beispielsweise befand sich zuletzt schon mit Zweitligisten im Gespräch (der GEISSBLOG berichtete), nach Fynn Schenten erkundigen Clubs aus Belgien und Frankreich. Und auch beim zuletzt an den österreichischen Bundesligisten Wolfsberg ausgeliehenen Emin Kujovic läuft es auf eine erneute Leihe hinaus. Doch wer weiß: Womöglich kann der eine oder andere Youngster auch im Wagner-Training überraschen.

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