Der 1. FC Köln geht im Torwartbereich neue Wege. Dafür stößt Nils Segelken als zusätzlicher Coach zum Trainerteam. Die Rolle von Peter Greiber verändert sich im Sommer 2027 – dann sucht Greiber die Keeper der Zukunft.
Keine großen Namen, stattdessen Kompetenz und Motivation: Der 1. FC Köln baut sein Torwart-Trainerteam um und richtet gleichzeitig den Goalkeeping-Bereich neu aus. Nils Segelken arbeitet künftig gemeinsam mit Peter Greiber, der 33-Jährige kommt vom SV Waldhof Mannheim als zusätzlicher Torwarttrainer. Parallel haben die Geißböcke mit Greiber langfristig verlängert – wobei auf den bisherigen Keepercoach ab Sommer 2027 eine neue Aufgabe wartet.
„Wir freuen uns sehr, dass sich Nils unserem Trainerteam anschließt. In den Gesprächen hat er uns sowohl fachlich als auch menschlich überzeugt und schnell gezeigt, dass er die ideale Ergänzung für unser Trainerteam und die Zusammenarbeit mit Peter Greiber ist“, sagt Sportchef Thomas Kessler, einst ja selbst im Tor zu Hause.
Greiber wird „Torwart-Recruiter“ beim 1. FC Köln
Für Segelken ist es eine Rückkehr an den Rhein: „Der Wechsel zum 1. FC Köln bedeutet mir sehr viel. Mit der Stadt verbinde ich viele besondere Erinnerungen, weshalb ich mich freue, nach Köln zurückzukehren und Teil eines so traditionsreichen Vereins zu werden. Die offenen und vertrauensvollen Gespräche mit Thomas und Peter haben mir von Beginn an gezeigt, dass sowohl die sportlichen Vorstellungen als auch die zwischenmenschliche Ebene hervorragend zusammenpassen.“
Sein Anspruch sei es, „die Torhüter bestmöglich weiterzuentwickeln und so meinen Beitrag zum sportlichen Erfolg des Vereins zu leisten. Ich freue mich auf diese verantwortungsvolle Aufgabe und die enge Zusammenarbeit mit Peter sowie dem gesamten Trainerteam.“
Die wirkliche Besonderheit um diese Personalie ist eine andere: Greiber verlässt im nächsten Sommer den Trainingsplatz und baut am Geißbockheim den Bereich Torwart-Scouting und -Recruiting auf. „Wir wollen den Bereich Torwart-Scouting und Recruiting künftig noch professioneller aufstellen. Peter hat über viele Jahre auf höchstem Niveau gearbeitet und verfügt neben seiner Qualität als Torwarttrainer über ein sehr gutes Gespür für Torhüterprofile und Entwicklungspotenziale“, erklärt Kessler. Durch Segelkens Verpflichtung ließen sich die Aufgaben im Torwartbereich bereits in der kommenden Saison gezielt verteilen, Greiber kann seinen Nachfolger einarbeiten.
Ich gehe diesen Schritt im nächsten Sommer mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Peter Greiber
Bedarf gibt es auf der Torhüterposition perspektivisch durchaus: Der FC muss sich nicht nur überlegen, wie er mit Kapitän Marvin Schwäbe plant, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft, sich dank einer Option aber bis 2028 verlängern könnte. Auch der Kontrakt von Weltmeister Ron-Robert Zieler endet 2027. Das größte Nachwuchstalent, der gerade zur U19 beförderte Jacob Esser, ist wiederum erst 16 Jahre alt und benötigt dementsprechend noch Zeit.
Greiber selbst geht den Schritt „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, schiebt aber nach: „Bis zu meinem Wechsel gilt mein voller Fokus der aktuellen Aufgabe. Unsere Ziele in der Bundesliga haben absolute Priorität – dafür werde ich bis zum letzten Tag alles geben.“
Segelken über St. Pauli und Waldhof Mannheim zum FC
Segelken, gebürtiger Cuxhavener, ist im Besitz der DFB-Torwarttrainer-Lizenz. Über den Eimsbütteler TV und Teutonia Ottensen kam er zum FC St. Pauli, wo er in der Saison 2024/25 die U17 und U19 betreute und zusätzlich in leitender Funktion den Torhüterbereich des Nachwuchsleistungszentrums verantwortete. Seit Sommer 2025 gehörte Segelken zum Trainerteam von Drittligist Waldhof Mannheim.







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