Transfergerücht mit Fragezeichen: Bundesliga-Routinier als Skhiri-Alternative?

Rani Khedira (r.) spielte bei der WM gemeinsam mit Ellyes Skhiri für Tunesien. (Foto: IMAGO / GEPA pictures)
Rani Khedira (r.) spielte bei der WM gemeinsam mit Ellyes Skhiri für Tunesien. (Foto: IMAGO / GEPA pictures)

Rani Khedira wird mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht. Der WM-Leidensgenosse von Ellyes Skhiri geht bei Union Berlin nach aktuellem Stand mit einem auslaufenden Vertrag in die Saison. Dennoch hieß es zuletzt, dass ein Transfer vom Tisch sei.

Der 1. FC Köln wird wohl ohne neuen Mittelfeldchef ins Trainingslager nach Kitzbühel reisen. Eine Einigung mit Wunschspieler Ellyes Skhiri ist bislang nicht vorhanden, ein Deal mit Edson Álvarez gilt schon seit Längerem als unrealistisch. Die einzigen Kandidaten sind die beiden öffentlich diskutierten Sechser natürlich nicht – Thomas Kessler und sein Team beschäftigen sich mit Alternativen.

Laut Africafoot soll Rani Khedira eine davon sein. Der 32-jährige Bruder von Weltmeister Sami Khedira ist mit 287 Einsätzen für Union Berlin, Augsburg, Leipzig und Stuttgart ein absoluter Bundesliga-Routinier. Etwas kurios: Bei der Weltmeisterschaft war der ehemalige U-Nationalspieler des DFB der Nebenmann von Skhiri im tunesischen Mittelfeldzentrum und erlebte ebenfalls ein rundum enttäuschendes Turnier.

Wechsel eigentlich vom Tisch

Entsprechend des Berichts von Africafoot soll sich Gladbach in der Poleposition für eine Verpflichtung Khediras befinden, ihm soll ein unterschriftsreifer Zweijahresvertrag vorliegen. Darüber hinaus sollen sich neben dem 1. FC Köln auch der FSV Mainz 05, die New York Red Bulls sowie Besiktas und Trabzonspor mit ihm beschäftigen.

Ob das Transfergerücht dem aktuellen Stand entspricht, ist jedoch fraglich. Über Khedira und Gladbach wurde bereits im Frühling spekuliert. Ende Juni berichtete dann die Bild, dass sich der Deutsch-Tunesier mit den Fohlen nicht einigen konnte – ein Wechsel sei vom Tisch, Khedira werde zu Union zurückkehren. Passend dazu wurde der gebürtige Stuttgarter unlängst vom neuen Berliner Trainer Mauro Lustrinelli als Vize-Kapitän bestätigt.

Vertrag bei Union Berlin läuft aus

Khedira war in den vergangenen Jahren unumstrittene Stammkraft an der Alten Försterei. In der letzten Saison bestritt er 32 Spiele von Beginn an, fiel nur einmal gesperrt und einmal aufgrund einer Blessur aus. Mit fünf eigenen Treffern und zwei Vorlagen zeigte er sich für einen defensiven Mittelfeldspieler durchaus torgefährlich.

Die Wechselspekulationen um den Routinier dürften nicht zuletzt mit Khediras auslaufendem Vertrag zusammenhängen. Sein Arbeitspapier bei Union ist dem Vernehmen nach bis 30. Juni 2027 datiert. Der 32-Jährige und sein Umfeld müssen Ausschau halten, wie es im Anschluss weitergeht – und womöglich auch ein wenig Druck auf die Union-Bosse machen, was eine Verlängerung in Köpenick angeht.

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