Millionen-Rätsel um Kaminskis Ablöse: So viel kassiert der FC wirklich

Jakub Kaminski verlässt den 1. FC Köln wieder. (Foto: Bucco)
Jakub Kaminski verlässt den 1. FC Köln wieder. (Foto: Bucco)

Millionenrätsel um Jakub Kaminski, Benfica Lissabon und die Ausstiegsklausel in seinem Vertrag beim 1. FC Köln. Der GEISSBLOG bringt kurz vor der Unterschrift etwas Licht ins Dunkel.

Der 1. FC Köln verliert den wohl wichtigsten Spieler der vergangenen Saison – bei Benfica Lissabon ist der Jubel über die Verpflichtung von Jakub Kaminski groß. Die Portugiesen aktivieren die Ausstiegsklausel für den polnischen Nationalspieler. Doch ein Rätsel bleibt: Wie hoch war die festgeschriebene Ablöse wirklich?

Sportchef Thomas Kessler hatte nie einen Hehl daraus gemacht: Zwar war der 1. FC Köln froh, die erschwingliche Ablöse über 5,5 Millionen Euro an den VfL Wolfsburg für die zentrale Figur in der kölschen Offensive zahlen zu dürfen, um Kaminski fest verpflichten zu können. Doch gleichzeitig ließ er zumindest zwischen den Zeilen durchblicken, dass ein Verbleib am Geißbockheim keinesfalls gesichert ist. Kaminski hatte sich die Möglichkeit gesichert, den Club per festgeschriebener Ablöse sofort wieder verlassen zu können.

Kessler hielt sich über Kaminski-Option bedeckt

Was jedoch kein FC-Verantwortlicher verraten wollte, war die tatsächliche Ablöse. In Köln spekulierten nahezu alle Medien flächendeckend mit einer Summe von um die 20 Millionen Euro. Deshalb musste man stutzen, als die portugiesische Zeitung A Bola am Wochenende plötzlich über eine Ablöse von 15 Millionen Euro berichtete. 

Der GEISSBLOG weiß: Wie so oft steckt die Wahrheit irgendwo in der Mitte, dem Vernehmen nach bei rund 17 Millionen Euro, was Kaminski immer noch zum zweitteuersten Abgang der Club-Geschichte nach Anthony Modeste macht. 

Nun sollte man nicht dem Reflex erliegen, ob der etwas geringeren Ablöse enttäuscht zu sein. Denn: Zum einen hätte man Kaminski ohne dieses Eingeständnis niemals bekommen. Zum anderen war der Pole im vergangenen Jahr auch die Lebensversicherung im Abstiegskampf, stellte sich auf unterschiedlichsten Positionen zur Verfügung und hatte maßgeblichen Anteil an der Rettung. Und: Man hat das Invest von 5,5 Millionen Euro in wenigen Wochen verdreifacht.

Kaminski-Ablöse: Kessler kann Millionen reinvestieren

Dieses Geld, das hatte Finanzchef Philipp Türoff im Interview mit dem GEISSBLOG nach Saisonschluss deutlich gemacht, steht Thomas Kessler in vollem Umfang für Neuverpflichtungen zur Verfügung – die Zeiten, wo man mit Transfereinnahmen Löcher stopfen musste, sind Gott sei Dank vorbei.

Das Geld wird auch nötig sein, denn Kaminski wird man kaum mit einem Spieler gleichwertig ersetzen können. Zu den 17 Millionen sollen im Erfolgsfall noch ein paar Boni dazukommen. So bleibt der Fall Kaminski zweierlei: ein sportlich herber Verlust und ein wirtschaftlich äußerst lukrativer Deal.

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