Zufälle gibt’s: Während der 1. FC Köln auf die Freigabe für Mikey Moores Leihe wartet, ist mit Gerhard Struber ein Ex-FC-Coach zu Gast bei Tottenham-Trainer Roberto De Zerbi.
René Wagner ließ sich nicht locken. Auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim wurde der Trainer des 1. FC Köln auf Mikey Moores Ligapokal-Auftritt vom Vorabend angesprochen. Ob er das Spiel der Tottenham Hotspur geschaut habe? „Ich habe mir tatsächlich Highlights angeschaut von vielen, vielen Spielen. Da haben viele Mannschaften gut performt – unter anderem auch Tottenham“, sagte Wagner.
Er schob noch hinterher: „Mehr gibt es da nicht zu sagen.“ Aber nicht nur sein anschließendes breites Grinsen deutet darauf hin, dass es in dieser Personalie noch so einiges zu sagen gäbe. Die Kölner Verantwortlichen bleiben ihrer Marschrichtung allerdings treu: Namen werden erst kommentiert, wenn es sich um Spieler des FC handelt.
De Zerbi: „Er muss auf jeden Fall spielen“
Bei Moore ist das nach wie vor nicht der Fall, wenngleich Tottenhams Trainer Roberto De Zerbi am Mittwochabend nach dem deutlichen 5:1-Sieg gegen Charlton, den Moore mit einem Traumtor eingeleitet hatte, die Gedankenspiele um eine Leihe deutlich durchklingen ließ. „Ich würde ihn gerne behalten, weil er zwar noch jung, aber ein guter Spieler ist“, sagte der 47-Jährige, ergänzte jedoch einen entscheidenden Zusatz: „Wir dürfen keine falsche Entscheidung treffen, denn er muss auf jeden Fall spielen und Spielpraxis sammeln.“
In Köln könnte Moore an der Seite von Linksaußen Said El Mala auflaufen. Weder für die Zehnerposition noch für Rechtsaußen hat der FC bislang einen Zugang verpflichtet. De Zerbi erklärte, er müsse gemeinsam mit Tottenhams Sportdirektor Johan Lange und CEO Vinai Venkatesham „die beste Lösung“ für Moore finden.
Strubers „großartiges Gespräch“ mit De Zerbi
Aus Kölner Sicht muss man wohl hoffen, dass er nicht Gerhard Struber um Rat gefragt hat. Ein kurioser Zufall: Der aktuell vereinslose Ex-FC-Trainer saß bei Moores Ligapokal-Gala auf der Tribüne des Tottenham Hotspur Stadium und war am Folgetag zu Gast auf dem Trainingsgelände des Premier-League-Clubs – zu Gast bei De Zerbi.

„Ein großartiges Gespräch über Coaching und Führung“ habe er mit dem Italiener geführt, berichtet Struber auf Instagram und bedankt sich bei De Zerbi. Ob der Tottenham-Trainer sich in diesem Zuge auch nach Strubers Zeit in Köln erkundigt hat, ist natürlich nicht überliefert. Doch es ist davon auszugehen, dass der 49-Jährige, der beim FC im Mai 2025 kurz vor dem Aufstieg unter tiefer Enttäuschung entlassen wurde, nicht allzu gut auf seinen Ex-Club zu sprechen ist.
Die Tottenham-Fans sind derweil sehr gut auf Moore zu sprechen und wählten ihr Eigengewächs nach dem Traumtor und einer Vorlage im Ligapokal zum Spieler des Spiels. Ein vorläufiges Abschiedsgeschenk? Die nächsten Tage werden es zeigen. Helfen dürfte dem FC, dass die Spurs mit Omar Marmoush am Donnerstag einen weiteren Top-Transfer für die Offensive vollzogen haben.








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!