Nachfolger-Transfers geplatzt! Darf der FC El Mala überhaupt noch abgeben?

Noch trägt Said El Mala den Geißbock auf der Brust. (Foto: IMAGO / Chai v.d. Laage)
Noch trägt Said El Mala den Geißbock auf der Brust. (Foto: IMAGO / Chai v.d. Laage)

Der 1. FC Köln hatte sich monatelang auf einen möglichen Abgang von Said El Mala vorbereitet. Nach dem geplatzten Transfer zu Borussia Dortmund müssen die FC-Bosse nun entscheiden: Könnten sich die Geißböcke einen Abgang jetzt überhaupt noch leisten?

Mit Thijs Dallinga hat der 1. FC Köln am Montag nach Reigan Heskey den zweiten Offensivspieler für die neue Saison verpflichtet. Der Mittelstürmer ist aber, genau wie Heskey, kein Ersatz für den abgewanderten Jakub Kaminski. Noch immer haben die Geißböcke den Polen nicht gleichwertig ersetzt. Eine Baustelle, die Sportchef Thomas Kessler noch schließen muss.

Dabei hat das Gerücht um ein Interesse von RB Leipzig an Said El Mala die Diskussionen um den 19-Jährigen neu entfacht. Nach dem geplatzten Deal mit Borussia Dortmund schien die Tür zu einem Abschied nahezu geschlossen. Aus dem Ausland kam zuletzt schon kein Verein mehr, der für El Mala interessant gewesen wäre. Aus der Bundesliga schien einzig Leipzig noch in Frage zu kommen, aber andere Prioritäten zu haben.

Der FC sprach monatelang mit Kandidaten

Nun könnten die Sachsen doch noch einmal ernst machen. Die Frage bleibt: Wie würde der FC um Sportchef Kessler reagieren? Nach GEISSBLOG-Informationen haben die Geißböcke in den letzten Monaten immer zweigleisig geplant und dabei mit mehreren Kandidaten gesprochen, die als Nachfolger für El Mala in Frage gekommen wären. Doch im Laufe der Wochen und Monate sprangen mehrere dieser Kandidaten ab. Naturgemäß mussten sie sich irgendwann anderweitig orientieren, als klar wurde, dass sich der El-Mala-Poker in Köln noch hinziehen würde.

Offen ist nun, welche Optionen dem FC nun überhaupt noch blieben, um El Mala mindestens gleichwertig zu ersetzen. Denn klar ist: Köln würde ein unkalkulierbares Risiko eingehen, nach Kaminski auch den 19-Jährigen abzugeben, ohne noch einmal deutlich in weitere Offensivkräfte zu investieren. Das war freilich immer geplant für den Fall des Verkaufs, doch mit nur noch zwei Wochen Zeit auf dem Transfermarkt sind die Optionen und auch die Preise andere als noch im Juni, als man El Mala gerne frühzeitig an den FC Brentford verkauft hätte, um schnell Planungssicherheit und ein prall gefülltes Konto zu haben.

Selbst mit El Mala muss der FC offensiv noch nachlegen

Auch die Familie El Mala weiß: Zu diesem späten Zeitpunkt in der Transferphase können sie vom FC kein Entgegenkommen mehr erwarten. Entweder Köln fände hochkarätigen Ersatz – oder El Mala müsste in Köln bleiben. Mikey Moore ist kein solcher Ersatz. Der Engländer sollte längst unabhängig der El-Mala-Personalie kommen. Marcel Regula hätte ein Kaminski-Ersatz werden können mit dem Potenzial, sofern Moore ebenfalls einschlüge, auch El Mala ersetzen zu können.

Doch bislang fehlt es dem Kölner Kader selbst mit El Mala noch an Durchschlagskraft und vor allem auch an Führung und Orientierung auf dem Platz. Kessler und Kaderplaner Tim Steidten haben daher ohnehin noch genügend Arbeit vor sich, selbst wenn der 19-Jährige bliebe. Und so bleibt die Frage, ob der FC sich eine Woche vor Pflichtspiel-Start überhaupt noch leisten könnte, El Mala zu transferieren. Finanziell wäre der Verkauf lukrativ, sportlich ein enormes Risiko.

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