Schon drei Tore in drei Spielen: Endlich hat die U19 einen echten Knipser

Milian Eggers klatscht mit Luca Mijatovic (#11) nach seinem Tor gegen Fortuna Köln ab. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)
Milian Eggers klatscht mit Luca Mijatovic (#11) nach seinem Tor gegen Fortuna Köln ab. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Milian Eggers hat sich als einziger externer Neuzugang der U19 beim 1. FC Köln direkt gut eingefunden. Der 17-Jährige traf in den ersten drei Ligaspielen und bringt etwas mit, was dem FC zuletzt fehlte.

Die U19 des 1. FC Köln hat in diesem Transfersommer nur einen externen Neuzugang vorgestellt. Doch dieser hat es offenbar in sich: Milian Eggers hat sich in kürzester Zeit zum erhofften Torjäger gemausert. Der 17-Jährige konnte in jedem der ersten drei Vorrunden-Spiele der DFB-Nachwuchsliga ein Tor erzielen, bevor er am Samstag gegen den FSV Frankfurt auf die Bank rotierte.

Gegen den 1. FSV Mainz 05 gelang dem wuchtigen Mittelstürmer in der Nachspielzeit der so wichtige 1:1-Endstand. Gegen Wehen Wiesbaden (7:0) eröffnete er bereits in der 3. Minute den Torreigen. Und gegen Fortuna Köln markierte er in der 24. Minute das 3:0 und damit die Vorentscheidung im Derby.

Ruthenbeck lobt Eggers – nicht nur wegen der Tore

Der 2009 geborene Angreifer verkörpert bislang genau das, was sich der FC von dem Mittelstürmer erhofft hatte. Denn in der vergangenen Saison war offenbar geworden, dass trotz aller Erfolge als deutscher Vize-Meister, DFB-Pokal-Halbfinalist und Youth-League-Überraschungsteam dieser Spielertypus im Kader gefehlt hatte: ein bulliger, 1,91 Meter großer Strafraumstürmer.

Entsprechend froh ist Trainer Stefan Ruthenbeck, dass der FC den Youngster vom FC Ingolstadt loseisen und nach Köln lotsen konnte. „Lassen wir mal die Tore weg: Der Junge ist in der 93. Minute noch immer angelaufen. Da musste ich ihm sagen, dass er das jetzt nicht mehr zwingend machen muss“, lobte Ruthenbeck Eggers im Gespräch mit dem GEISSBLOG nach dem 5:1-Sieg gegen Fortuna Köln am vergangenen Mittwoch.

Endlich wieder ein Mittelstürmer im FC-Nachwuchs

Was Ruthenbeck gefällt: „Er hört zu, er gibt Vollgas, hat einen guten Körper, erinnert mich vom Spielertypus ein bisschen an Jaka Cuber Potocnik. So einen Box-Spieler hatten wir nicht.“ Elfried Assiobo-Tipoh und Emil Nahmmacher sind noch angeschlagen und kehren erst zeitnah wieder ins Training zurück. Doch auch die beiden Sturmkollegen sind andere Typen. „Elfried kommt eher über das Umschalten, Emil lässt sich gerne ins Zentrum zurückfallen. So einer wie Milian hat uns gefehlt, ein echter Strafraum-Stürmer, der aber auch anlaufen kann. Das macht er sehr gut bislang.“

Die Torjäger-Qualitäten hatte Eggers schon in der letzten Saison in Ingolstadt angedeutet. Zunächst für die U17 markierte der Angreifer 15 Tore in 21 Spielen, ehe er vorzeitig in die U19 befördert wurde und auch dort in nur neun Spielen fünf Tore feiern konnte. Nun freut sich der FC über seinen Torinstinkt und seine fußballerischen Qualitäten – und dass im FC-Nachwuchs endlich wieder ein echter Mittelstürmer aufläuft, der nun schrittweise an den Profifußball herangeführt werden soll.

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