Der 1. FC Köln hat mit Ragnar Ache und Thijs Dallinga ein Stürmer-Duo, das in der Bundesliga konkurrenzfähig ist. Doch beide sind Mittelstürmer, die Futter brauchen. Deshalb werden Zulieferer verzweifelt gesucht.
Am Montag steigt mit der ersten Runde im DFB-Pokal der Pflichtspiel-Auftakt für den 1. FC Köln – und doch ist der Kader vor dem Duell bei den Würzburger Kickers noch eine einzige Baustelle. Weder sind nach den sieben Gegentoren in Paderborn die Bedenken bei der Abwehrkette abschließend geklärt, noch der gesuchte Lenker und Denker im defensiven Mittelfeld gefunden. Dazu kommt die Ungewissheit um die Zukunft von Said El Mala.
Immerhin: Mit der Verpflichtung von Thijs Dallinga scheint das Sturmzentrum mit dem Niederländer und Ragnar Ache bundesligatauglich besetzt. Doch da gibt es ein Problem: Mindestens ein Zulieferer für die beiden Mittelstürmer wird verzweifelt gesucht. Dass neben Luca Waldschmidt sogar Jan Thielmann eine Option für das offensive Mittelfeldzentrum am kommenden Montag ist, zeigt, wie groß die Not ist. Eigentlich sollte ein Spieler kommen, der Ex-Nationalspieler Waldschmidt mit seiner Qualität in die Jokerrolle zwingt.
Für Kopf und Fuß: Ache und Dallinga brauchen Vorlagen
Sowohl Ache mit seinem starken Kopfballspiel, als auch Dallinga, der sich immer wieder in den Schnittstellen und im Rücken der Abwehr klug zu positionieren weiß, sind auf Futter der Mitspieler angewiesen – im Gegensatz etwa zu El Mala, der immer wieder aus dem Nichts auf eigene Faust gefährliche Situationen kreieren kann.
Da mangelt es dem aktuellen FC-Kader aber chronisch an fähigen Spielern, Top-Ideengeber Jakub Kaminski dürfte da schmerzlich vermisst werden. So gelang Isak Johannesson in 31 Spielen gerade mal drei Vorlagen, Jan Thielmann in 26 Einsätzen eine einzige, Linton Maina legte in 24 Auftritten nicht einen einzigen Treffer auf.
Löst Moore einen Teil der Probleme?
Starke Flankengeber für hohe Hereingaben auf Ache sind die Ausnahme im FC-Kader. Alessio Castro-Montes kann dies, auch El Mala sind schon gute Flanken gelungen. Johannesson und Waldschmidt könnten es aus dem Halbfeld. Doch weder Thielmann noch Maina oder Bülter oder Niang sind für ihre präzisen Flanken gefürchtet.
Gleiches gilt für die Steckpässe, die Dallinga bevorzugt. Spielgestalter, die eine 10 auf dem Rücken tragen könnten und das Spiel im Zentrum gestalten könnten, sind rar gesät. Sportchef Thomas Kessler pokert hier auf die Leihe von Mikey Moore. Ob der gerade 19 Jahre alt gewordene Engländer aber die Lösung gleich aller Probleme ist? Womöglich könnte noch ein weiterer Offensivspieler kommen. Denn beim 1. FC Köln sind Zulieferer verzweifelt gesucht.








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!