FC vor dem Mainz-Spiel: Carlson trotz Personalsorgen entspannt

Fünfmal jubelten die FC-Frauen in Andernach. (Foto: IMAGO / Norina Toenges)
FC-Frauen wollen an den Heimsieg anknüpfen. (Foto: IMAGO / Norina Toenges)

Die Frauen des 1. FC Köln reisen mit einer ausgedünnten Personallage in der Abwehr zum Auswärtsspiel bei Aufsteiger Mainz 05. Trainerin Britta Carlson gibt sich vor der Partie trotzdem gelassen und setzt auf die Breite ihres Kaders.

Nach dem ersten Saisonsieg gegen Hoffenheim treten die Frauen des 1. FC Köln am Samstag beim Aufsteiger Mainz 05 an – weiterhin ohne die verletzten Neuzugänge Kathy Hendrich, Saedis Heidarsdottir und Elise Stenevik. Den ausgedünnten Kader nimmt Cheftrainerin Britta Carlson vor der Partie beim Aufsteiger mit Humor. „Wir können immer noch Zehn gegen Zehn im Training spielen, und solange wir das können, bin ich happy.“

Star erneut mit alten Problemen

Besonders bitter bleibt aber der Fall von Toptransfer Hendrich. Die Fußprobleme der Nationalspielerin sind kein neues Phänomen, sondern bereits aus der Vergangenheit bekannt und nun erneut aufgetreten. Gemeinsam mit Heidarsdottir und Stenevik ergeben sich gleich drei Ausfälle in der Abwehrkette, die die Trainerin offen als Belastung einordnete: „Die ganze Vorbereitung sind wir gut durchgekommen, und in den letzten zwei Wochen hat es uns dann erwischt. Das sind drei Ausfälle in einer Kette, die schon weh tun.“

Ein großes Kompliment sei es daher an die gesamte Mannschaft, wie sie auf die kurzfristige Rotation gegen Hoffenheim reagiert habe. „Umso wichtiger war, dass es die Spielerinnen, die wir ins kalte Wasser geschmissen haben, wie Celina Degen beispielsweise, überragend gemacht haben“, so Carlson. Statt bei dem Engpass auf die U20 zurückzugreifen, konnte Carlson auf die Qualität in der eigenen Breite setzen. Mit Blick auf den Spieltag in Mainz wollen die Kölnerinnen diese Stärke ein weiteres Mal bestätigen und so Konstanz schaffen – denn auf die Rückkehr der Verletzten müssen sie wohl noch einige Wochen warten.

Stürmerduo noch ohne Tor

Die Mainzerinnen selbst blicken bislang auf eine Null-Punkte-Bilanz, hatten dabei aber auch zwei harte Gegner: Am ersten Spieltag unterlag der Aufsteiger knapp mit 1:2 gegen Werder Bremen, gegen den amtierenden Meister FC Bayern München setzte es anschließend eine 0:2-Niederlage. Genau diese Auftritte sind es, die Carlson trotz der Tabellensituation zur Vorsicht mahnen lassen: „Man hat schon gesehen, dass es nicht einfach ist, gegen Mainz Tore zu erzielen.“ Für den FC, der trotz allem als klarer Favorit nach Mainz reist, ist genau das die größte Gefahr – eine Rolle, in der sich die Kölnerinnen in dieser Saison ohnehin erst noch zurechtfinden müssen.

Gerade in der Offensive des FC ist noch Luft nach oben: Aus den ersten beiden Saisonspielen steht bislang nur ein Tor zu Buche, erzielt von Beke Sterner. Torjägerin Sandra Maria Jessen hingegen ist noch nicht wieder zur alten Form zurückgekehrt. „Ihr fehlt nach der Verletzung noch etwas die Klarheit in den Aktionen und vielleicht auch das nötige Tempo und die Spritzigkeit, aber sie ist da auf einem guten Weg“, sagte Carlson. Die eigentlichen Offensivhoffnungen Lydia Andrade und Pauline Bremer, die in beiden Partien als Sturmduo begannen, warten dagegen noch auf ihren ersten Torbeitrag der Saison. Für Andrade wäre ein Treffer in Mainz die passende Fortsetzung einer guten Woche: Sie hat ihren Vertrag beim FC vorzeitig bis 2028 verlängert.

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