„Hatten andere Idee“: Nicht nur die Fitness – darum kam El Mala so spät

Said El Mala bei seinem Joker-Auftritt gegen Bremen. (Foto: Bucco)
Said El Mala bei seinem Joker-Auftritt gegen Bremen. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln hatte in der zweiten Halbzeit gegen Werder Bremen große Probleme, verzichtete aber überraschend lange auf den zuletzt angeschlagenen Said El Mala. Der entscheidende Grund war laut René Wagner nicht dessen Fitness.

Dass Said El Mala gegen Werder Bremen nicht in der Startelf stehen würde, hatte René Wagner bereits angekündigt. Zu groß war der Trainingsrückstand nach einer fast einwöchigen Krankheitspause. El Mala sollte stattdessen „von der Bank einen Impuls setzen“. Als die Geißböcke zu Beginn der zweiten Halbzeit dringend Impulse benötigten, blieb der 20-Jährige allerdings zunächst Zuschauer.

Bremen machte Druck, Werders Ausgleichstreffer war eigentlich nur eine Frage der Zeit. Doch Wagner wartete lange, bis er personell eingriff. In der 64. Minute, kurz nach Dinkcis Lattentreffer, entschied sich der FC-Trainer zu einem Dreierwechsel, brachte aber nicht El Mala.

Dreierwechsel ohne El Mala

In der Viererkette ersetzte Sebastian Sebulonsen positionsgetreu Alessio Castro-Montes, in der Sturmspitze löste Ragnar Ache den glücklosen Thijs Dallinga ab. Und im offensiven Mittelfeld bevorzugte Wagner zunächst Isak Johannesson, der für Flügelflitzer Linton Maina kam. El Malas Einwechslung folgte erst in der 74. Minute, nach dem Bremer 1:1. Eine Antwort auf den Ausgleich konnte auch der DFB-Kandidat nicht geben.

Die Kombination werden wir noch oft genug sehen – darauf freuen wir uns alle.

René Wagner über El Mala und Moore

Hatte der FC-Star nach seiner Erkältung nicht mehr Minuten im Tank? Sky-Kommentator Wolff-Christoph Fuss berichtete im Vorfeld der Partie, dass El Mala grundsätzlich für eine Halbzeit bereit sei. Und auch Wagner begründete die überraschend späte Einwechslung nicht mit mangelnder Fitness.

„Das Spiel hat es nicht hergeben, Said ein bisschen eher zu bringen“, erklärte der Kölner Coach und ergänzte: „Wir wollten anders wechseln, hatten eine andere Idee. Deswegen hat es für Said für die gut 20 Minuten gereicht.“

El Mala und Moore noch nicht im Doppelpack

Wie diese Idee aussah, führte Wagner nicht aus – doch womöglich wollte er in der Bremer Drangphase mit Johannesson zunächst mehr Körperlichkeit ins Zentrum bringen und damit Moore auf den Flügel ziehen. Marius Bülter wiederum sollte wohl aus demselben Grund nicht abgelöst werden, war mit seinen 1,88 Metern wichtig bei den Werder-Standards.

So müssen die FC-Fans auf ein ersehntes Vergnügen weiter warten: El Mala und Moore spielten nicht Seite an Seite, da der eine Youngster für den anderen eingewechselt wurde. Wagner versprach aber: „Die Kombination werden wir noch oft genug sehen – darauf freuen wir uns alle.“ Am kommenden Samstag, beim Auswärtsspiel in Hamburg, dürfte es von Beginn an so weit sein.

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