Timo Hübers hat im Kampf um sein Comeback einen Rückschlag erlitten. Der Abwehrspieler des 1. FC Köln musste nach seiner schweren Knieverletzung ein zweites Mal operiert werden. Trainer René Wagner wagt keine Prognose.
Am 25. Oktober liegt die Verletzung, die den 1. FC Köln und die gesamte Bundesliga erschüttert hat, bereits ein Jahr zurück. Bei der 0:1-Niederlage in Dortmund verdrehte sich Timo Hübers das rechte Knie. Eine genaue Diagnose wurde nie bekannt, doch der Begriff „Totalschaden“ ist wohl nicht zu hoch gegriffen für das, was Hübers erlitt.
Seitdem kämpft er um die Fortsetzung seiner Karriere – und musste in diesem Sommer einen Rückschlag hinnehmen. Da der Rehaprozess nach dem ersten Eingriff im vergangenen Herbst inzwischen nicht mehr wie erhofft verlief, musste Hübers Mitte August erneut unters Messer. Wie der Kicker berichtet, erfolgte die zweite Operation nicht in Köln, sondern in Innsbruck, wo der Innenverteidiger auch Teile seiner Reha absolviert.
Wagner: „Zu früh für Tendenzen“
„Für Timo ist es wichtig, wieder in den Rhythmus der Reha zu kommen“, sagt FC-Trainer René Wagner und leidet mit seinem Schützling. „Die erneute Operation war wieder ein Rückschlag, logisch. Er muss dranbleiben, das war natürlich keine einfache Verletzung.“ Komplizierter geht es wohl kaum.
Aktuell muss Hübers eine Spezialschiene tragen. Eine Prognose, wann ein Comeback denkbar sein könnte, wagt niemand – erst recht nicht nach der zweiten Operation. „Wir versuchen, ihn bestmöglich zu unterstützen. Er spürt, dass im Verein alle mit dran sind. Nichtsdestotrotz wäre es jetzt zu früh, irgendwelche Tendenzen zu erkennen“, so Wagner.
Hübers bekommt beim 1. FC Köln alle Zeit
Der Trainer verspricht wie alle FC-Verantwortlichen: „Wir werden Hübi die Zeit geben, die er braucht.“ Im Mai hatte Sportchef Thomas Kessler den eigentlich zum 30. Juni auslaufenden Vertrag des Ex-Kapitäns um ein Jahr verlängert. „Ein bewusstes Zeichen unserer Wertschätzung“, wie Kessler damals sagte.

Hübers war im Sommer 2021 von Hannover 96 nach Köln gewechselt, bestritt bislang 135 Pflichtspiele für den FC. Und dabei soll es nicht bleiben. „Wir hoffen, dass er schnellstmöglich wieder Fußball spielen kann, aber da können wir aktuell keine Ausblicke geben“, sagt Wagner und betont in diesem Zuge: „Hübi ist Teil der Mannschaft.“
Nicht umsonst reiste der Innenverteidiger mit ins Trainingslager nach Kitzbühel, nicht umsonst ist er auf dem aktuellen Teamfoto zu sehen. Auch wenn ihm das Lächeln womöglich schwerer fiel als einigen seiner Mitspieler.






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