Weronika Zawistowska hat beim 1. FC Köln lange auf diesen Moment gewartet: Beim 4:0-Erfolg in Mainz traf die Polin nach ihrer Rückkehr zum FC endlich wieder – ein hoch emotionales Tor für die Offensivspielerin, auf das schnell weitere folgen sollen.
Die Frauen des 1. FC Köln bejubelten am vergangenen Wochenende in Mainz nicht nur den klaren Sieg, sondern auch ein besonders emotionales Tor: Die eingewechselte Weronika Zawistowska traf kurz vor Schluss zum 4:0-Endstand und ließ anschließend ihren Gefühlen freien Lauf. Mit Tränen in den Augen ließ sie sich von ihrem Mitspielerinnen feiern. Ein Moment, der zeigt, wie hart ihr Weg beim FC zuletzt war.
Zawistowska war 2021 von Bayern München zunächst für zwei Jahre nach Köln verliehen worden und dort schnell zur Stammspielerin avanciert. 2023 kehrte sie zu den Bayern zurück, wurde dort in der Saison 2023/24 Deutsche Meisterin und gewann ein Jahr später sogar das Double. Im Sommer 2025 zog es die polnische Nationalspielerin dann aber wieder nach Köln – mit einem Vertrag bis 2027. „Köln ist für mich mehr als nur ein Verein“, sagte sie damals bei ihrer Rückkehr.
Langer Leidensweg nach Kreuzbandriss
Doch das erste Jahr nach ihrer Rückkehr in die Domstadt war schwer für die Polin. Nur in zehn von 26 Ligaspielen stand die heute 26-Jährige in der Startelf, konnte keinen einzigen Scorerpunkt erzielen. Bei den Bayern hatte Zawistowska nach einem Kreuzbandriss lange mit Folgeverletzungen zu kämpfen und konnte lange nicht an ihre alte Form anknüpfen.
Nun die Erlösung im FC-Trikot beim Spiel in Mainz: Nach ihrer Einwechslung gewann sie nach einem langen Ball das Sprintduell gegen die Mainzer Abwehr und traf entschlossen zum 4:0. Ihre Mitspielerinnen liefen sofort zu ihr und schlossen sie in die Arme, die Freudentränen nur allzu verständlich.
Mehr als nur ein Treffer – ein sichtlicher Befreiungsschlag
Auch Trainerin Britta Carlson war sichtlich erleichtert. „Ich freu mich extrem, dass sie das Tor gemacht hat. Ich glaub, das tat ihr sehr gut, gleich mit ihrer ersten Aktion das auszuspielen, was sie eigentlich kann“, lobte Carlson nach dem Spiel. Für Zawistowska und den FC war der Treffer damit weit mehr als nur einer von vieren beim Kantersieg – er war ein Zeichen dafür, dass die Polin nach ihrem langen Weg wieder in ihre alte Form zurückfindet.
Mit ihrer Schnelligkeit, Athletik und ihrem Torinstinkt bringt Zawistowska eigentlich genau die Qualitäten mit, die für die Kölnerinnen in der Offensive hinsichtlich der Saisonziele noch wichtig werden können. Aufgrund der Personalsorgen beim FC stehen die Chancen für die Polin nun gut, in naher Zukunft wieder mehr Spielzeit zu sammeln, mehr Selbstbewusstsein zu tanken und Carlson von ihren Fähigkeiten zu überzeugen.







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