Der 1. FC Köln legt im Endspurt auf dem Transfermarkt mit Mikey Moore und Borna Sosa noch zweimal nach. Damit liegt ein vielversprechendes Transferfenster hinter den Geißböcken, zumal am Mittwoch noch mehrere Baustellen geschlossen wurden.
Ein Kommentar von Marc L. Merten
Es war ein bewegendes Transferfenster für den 1. FC Köln, denn bewegt haben die Geißböcke tatsächlich eine ganze Menge. Zehn Neuzugänge, mit den fest verpflichteten Leihspielern der letzten Saison sogar 13 Transfers auf der Habenseite. Dem gegenüber stehen 17 Abgänge. Insgesamt ein Transferminus von knapp acht Millionen Euro und damit im Rahmen des Kalkulierten.
Sportchef Thomas Kessler hat vieles von dem umgesetzt, was er angekündigt hatte. Die Mannschaft hat eine Menge Talent hinzubekommen, aber auch wichtige Erfahrung und Führung. Der Kader ist schneller geworden, technisch versierter. Schwachstellen wie die linke Seite der Viererkette – innen wie außen – wurden behoben. Auch im Mittelfeld-Zentrum hat sich eine Menge getan. Zudem kamen drei neue Angreifer.
Was Kessler nicht lösen konnte
Talente wie Pauli, Bakatukanda, Niang und Kristal wurden für mehr Spielpraxis verliehen. Spieler, die in ihrer Entwicklung feststeckten oder deren Leihen sich nicht erfüllten – wie Huseinbasic, Lund oder Özkacar –, wurden konsequent abgegeben. Einzig die Baustelle Rondic konnte nicht geschlossen werden: Der Stürmer fand keinen neuen Verein und kostet den FC daher weiterhin viel Geld ohne echte Chancen auf Einsätze.
Dann wäre da aber noch ein anderer Teil der FC-Offensive, namentlich Waldschmidt, Thielmann, Maina und Bülter – ein Quartett, dem mit Moore noch einmal ein Spieler vor die Nase gesetzt wurde (aus guten Gründen). Einer der vier hätte im Sommer gehen dürfen, mindestens. Doch keiner erweckte den Eindruck, sich damit ernsthaft beschäftigt zu haben. Nun droht allen vieren die Bank. Cheftrainer René Wagner wird dies moderieren müssen.
Kessler hat das Fundament für die Saison gelegt
Zudem wurde kein echter Ersatz für Kaminski verpflichtet. Moore hätte auch als Nebenmann von Kaminski und El Mala kommen können. Diese Dreierreihe hinter Ache und Dallinga hätte so mancher Abwehr wohl echte Kopfschmerzen bereiten können. Dennoch: Der FC hat eine beachtliche Transferbilanz hingelegt. Der Kader wurde in der Breite und in der Spitze sichtbar verstärkt. Das wurde schon am Samstag gegen Hoffenheim klar.
Daher hat Kessler erneut Wort gehalten. Der Kader ist besser, der Kader erfüllt deutlich besser das Profil für den schnelleren und körperlichen Fußball, der in der Bundesliga inzwischen gespielt wird. Mit den Neuzugängen kann sich zudem eine andere Hierarchie bilden. Gelingt es Wagner mit der Mannschaft, durch weitere gute Ergebnisse zu Beginn für Ruhe zu sorgen, könnte genau das passieren, was sich die Verantwortlichen wünschen: dass der Kader zusammenwächst, die Talente sich entfalten können und ein stabiles Gerüst entsteht. Klar ist nach den letzten Transfers: Das Fundament dafür ist gelegt.








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