Der 1. FC Köln hat im Sommer zahlreiche Talente verpflichtet. Einige davon brauchen noch Zeit, ehe sie in der Bundesliga ankommen können. Andere brauche Spielpraxis.
Martin James
In der vergangenen Saison hatte der 1. FC Köln ein Problem. Hinter Marvin Schwäbe und Ron-Robert Zieler gab es keine Nummer drei im FC-Tor. Diese Vakanz hat Sportchef Thomas Kessler mit Martin James behoben. Der Torhüter kam von PSG und ist nun die Nummer eins bei der U21. Dort hat er schon gute Paraden gezeigt, aber auch schon mehrere Gegentore verschuldet. Der 18-Jährige braucht die Spielpraxis auf Herren-Niveau, braucht die Herausforderung Regionalliga für seine Entwicklung. Kann er sich dort durchkämpfen, hat er das Potenzial für die Bundesliga.
Gil Neves
Gil Neves war ein Überraschungstransfer des FC. Der Neuzugang von Benfica Lissabon soll über die U21 zu den Profis herangeführt werden. Der 18-Jährige bekommt in der Regionalliga die nötige Spielpraxis, um sich an den Erwachsenenfußball in Deutschland zu gewöhnen. Die FC-Verantwortlichen sehen in ihm ein großes Talent. Für die U21 konnte er dies schon teilweise zeigen, erzielte ein sehenswertes Tor mit einem satten Rechtsschuss und legte einen weiteren Treffer auf. Auf der Sechs gilt er als klassischer Box-to-Box-Spieler, der aus der defensiven Position heraus gerne auch mal mit nach vorne geht.
Paul Okon-Engstler
Einige Schritte weiter als Neves ist Paul Okon-Engstler. Der Australier weilt derzeit bei der A-Nationalmannschaft seines Landes. Er war ein Transfer-Coup der Geißböcke, kam als WM-Spieler für verhältnismäßig kleines Geld und stand sogar schon zweimal in der Bundesliga-Startelf. Da hat man zwar gesehen, dass der 21-Jährige noch Zeit benötigt. Doch sein linker Fuß sticht heraus, seine Laufstärke ist belegt. Wenn er sich an den deutschen Fußball gewöhnt, könnte er schnell eine spannende Alternative insbesondere für die Position der Nummer acht sein.
Reigan Heskey
Bei Reigan Heskey überschlugen sich die Verantwortlichen des 1. FC Köln im Sommer mit Lob. Er sei „eines der größten Talente in Europa auf seiner Position“. Dass er von Manchester City zum FC wechselte, gilt als Coup. Dennoch haben die ersten Monate gezeigt: Heskey steht erst ganz am Anfang seiner Karriere. Der Sprung zu den Profis ist für den Ausnahmedribbler mit hohem Tempo und starkem Abschluss nicht leicht zu nehmen. Geduld ist gefragt. Wenn der FC alles richtig macht, dürfte Heskey zur Rückrunde angreifen und dann zur nächsten Saison voll durchstarten. Insofern könnte er perspektivisch der perfekte Back-up (und Nachfolger) von Said El Mala werden.







Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!