„Das hat etwas gemacht mit ihm“: Dank Klopp-Hilfe erstmals Derby-Held?

Said El Mala bereitet sich mit dem 1. FC Köln auf das Derby vor. (Foto: Bucco)
Said El Mala bereitet sich mit dem 1. FC Köln auf das Derby vor. (Foto: Bucco)

Vom DFB-Debüt beflügelt, soll Said El Mala der Derby-Held des 1. FC Köln werden. So nimmt René Wagner den Neu-Nationalspieler vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 15.30 Uhr) wahr.

Die Derbys waren bislang nicht seine Spiele: Weder gegen Gladbach noch gegen Leverkusen konnte Said El Mala mit dem 1. FC Köln einen Sieg feiern. Im Gegenteil: Beim 1:3 am Niederrhein wurde El Mala in seiner Debüt-Saison nicht nur zur Halbzeit ausgewechselt, sondern anschließend auch von Ex-Trainer Lukas Kwasniok kritisiert. Nicht der einzige bittere Moment in den rheinischen Duellen. Beim 1:2 gegen Leverkusen in der Rückrunde verpasste der Shootingstar vor dem leeren Tor den Führungstreffer, scheiterte am Pfosten.

Am Sonntagnachmittag (15.30 Uhr) nimmt El Mala gegen Gladbach den nächsten Anlauf. Gegen seinen früheren Ausbildungsclub, bei dem er gemeinsam mit Bruder Malek nach vier Jahren aussortiert wurde, soll es klappen mit dem ersten Derby-Sieg.

El Mala „kam mit viel Stolz zurück“

Schon grundsätzlich ist El Mala der große Hoffnungsträger der Kölner – nach den Verletzungen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache noch mehr. Da kommt es gerade zur rechten Zeit, dass der 20-Jährige von seinem Debüt für die A-Nationalmannschaft beflügelt ins Derby geht.

„Er kam wieder mit dieser Erfahrung, jetzt zweimal gespielt zu haben. Das hat schon etwas gemacht mit ihm“, berichtet René Wagner nach El Malas ersten Joker-Auftritten gegen Serbien (2:0) und Griechenland (0:0). „Er hat gespürt, wie schön es ist, für das eigene Land zu spielen, kam mit viel Stolz zurück.“

Said El Mala im Spiel gegen Serbien – sein DFB-Debüt! (Foto: IMAGO / Sportfoto Rudel)
Said El Mala im Spiel gegen Serbien – sein DFB-Debüt! (Foto: IMAGO / Sportfoto Rudel)

Wagner ist überzeugt: „Neuer Trainer, neue Reize. Das macht ihn als Spieler besser.“ Womöglich avanciert El Mala nun auch dank der Hilfe von Jürgen Klopp erstmals zum Derby-Helden. „Wir konnten die Phase bei der Nationalmannschaft für ihn nutzen, um an Themen weiterzuarbeiten“, freut sich Wagner, der sich vorab mit Klopp ausgetauscht hatte.

1. FC Köln spricht „eine Sprache mit dem Nationaltrainer“

Was der FC-Trainer und was der Bundestrainer von El Mala verlangen, stimmt offenbar überein. „Das Schöne ist, dass viele Dinge seiner Lernkurve auch bei der Nationalmannschaft eingefordert werden. Das ist wichtig für uns, damit wir eine Sprache sprechen mit dem Nationaltrainer – das machen wir auch“, so Wagner, der vor dem Derby bilanziert: „Für uns war das in Summe eine super Sache, dass er dahingefahren ist, dass er da Gas gegeben hat und spielen durfte.“

Von El Malas Erfahrungen, „was es bedeutet, für die Nationalmannschaft auf dem Platz zu stehen, was für Qualitäten da auf dem Platz stehen und wo er noch ein bisschen Puffer hat, besser zu werden“, soll gegen Gladbach nun nicht nur der Offensivstar profitieren, sondern der gesamte FC. Auf El Malas erstes Derbytor beim 3:3 in der vergangenen Saison, dem letzten Spiel unter Kwasniok, soll der erste Sieg folgen.

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