Dreierpack zum Jubiläum: FC-Frauen schlagen den HSV und greifen oben an

Pauline Bremer bejubelt ihren Dreierpack gegen den HSV. (Foto: Sylvia Eichinger)
Pauline Bremer bejubelt ihren Dreierpack gegen den HSV. (Foto: Sylvia Eichinger)

Mit einem Dreierpack in ihrem 100. Bundesliga-Spiel hat Pauline Bremer den 1. FC Köln praktisch im Alleingang zum 3:1 (2:0)-Heimsieg gegen den Hamburger SV geschossen. Mit dem fünften Saisonsieg der Geißböcke bauen die Frauen ihren besten Start der Historie weiter aus.

Die Frauen des 1. FC Köln haben ihr erstes Spiel nach der Länderspielpause zu Hause mit 3:1 gegen den Hamburger SV gewonnen. Matchwinnerin des Tages war die dreimalige Torschützin Pauline Bremer. In ihrem 100. Bundesliga-Spiel sorgte die Stürmerin mit ihrem Dreierpack für den fünften Saisonsieg der Geißböcke.

Nach einer dominanten ersten Halbzeit wurde es im zweiten Durchgang deutlich zäher – der FC verpasste reihenweise die Vorentscheidung und kassierte dann aus dem Nichts den Anschlusstreffer, bevor Bremer in der Schlussphase endgültig den Deckel draufmachte.

Tore und Highlights

19. Minute: Laura Vogt entdeckt im Zentrum eine riesige Lücke in der HSV-Defensive, in die sich Bremer freiläuft. Die Stürmerin dreht sich zwischen den Innenverteidigerinnen heraus, zieht sofort ab und trifft durch die Beine von Böhler unhaltbar ins linke Eck – das frühe 1:0 für den FC.

24. Minute: Nur sechs Minuten später der nächste Treffer – und wieder belohnt sich zur Feier des Tages Bremer. Feiersinger erobert den Ball im Mittelfeld und bedient die Stürmerin, die sich die Kugel rechts vor dem Strafraum auf den linken Fuß legt und aus der Distanz den Abschluss nimmt – der sich wunderschön in den linken Winkel dreht. Keeperin Szemik ist bei diesem platzierten Schlenzer chancenlos. Ein Traumtor zum 2:0 für den FC!

2. Halbzeit: Der FC dominiert die erste Halbzeit und lässt in der Defensive nichts zu. Nach der Pause bleiben die Kölnerinnen die gefährlichere Mannschaft, aber viel zu fahrlässig im Abschluss: Feiersinger (58.) scheitert nach starker Vorarbeit von Sterner freistehend, Andrade (62.) wird im letzten Moment von Doucouré per Grätsche gestoppt, Leimenstoll (63.) setzt ihren Distanzschuss ans Außennetz, Vogt (64.) verpasst knapp einen Konter, und auch Elsen (72.) zieht aus 25 Metern über das Tor.

74. Minute: Hamburgs Doucouré geht unnötig gegen Hegering rein und sieht für ihre zweite Verwarnung die Gelb-Rote Karte – der HSV musst fortan in Unterzahl ran.

76.Minute: Trotz Überzahl die Quittung für die schlechte Chancenverwertung des FC: Nach einem Abpraller im Zentrum landet die Kugel bei Hamburgerin Svea Stoldt, die aus gut 18 Metern einfach mal abzieht. Schmitz kann nicht mehr eingreifen, weil Hegering den Schuss unhaltbar ins rechte Eck abfälscht. Der Anschlusstreffer zum 2:1 aus dem Nichts.

85. Minute: Erneut ist es Pauline Bremer, die trifft und endgültig den Deckel draufmacht, bevor es nochmal spannend werden kann. Bremer bringt von der linken Seite eine vermeintliche Flanke auf Zawistowska. Die eingewechselte Polin kommt aber nicht dran, sodass die Hereingabe direkt im Tor landet. Dreierpack für die Stürmerin und der 3:1-Endstand.

Personal

So spielte der FC: Schmitz – Sterner (59. Imping), Degen, Hegering, Bohnen – Vogt, Leimenstoll – Feiersinger (86. Donhauser), Elsen, Ziemer – Bremer, Andrade (67. Zawistowska)

Zur Aufstellung: Trainerin Britta Carlson nahm im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen Freiburg drei Wechsel vor: Bohnen, Ziemer und Andrade rückten für Hegering, Nachtigall und Zeller in die Startelf. Kathy Hendrich kehrte erstmals nach ihrer Verletzungspause zurück in den Kader. Nachtigall und Ziemer fielen verletzungsbedingt aus

Fazit

Es ist Bremers erster Bundesliga-Dreierpack überhaupt und ein perfektes Geschenk zum 100. Pflichtspiel-Jubiläum. Der FC gewinnt trotz schwacher Chancenverwertung in der zweiten Halbzeit hochverdient und bestätigt dabei auch eine Statistik: Der HSV hat damit bislang jedes Auswärtsspiel in dieser Saison verloren. Die Geißböcke wiederum stehen nun bei zwölf Punkten und rückten als Tabellen-Fünfte den Top vier näher.

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