16 Auswärtsfahrten ohne Jubel: FC-Fans sauer wegen 40-Punkte-Spruch

Die FC-Profis vor den Fans in Frankfurt nach der Niederlage. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)
Die FC-Profis vor den Fans in Frankfurt nach der Niederlage. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Die Fans des 1. FC Köln reisen seit einem Jahr vergeblich ihrem Effzeh hinterher, um einen Auswärtssieg zu sehen. Daher kam am Freitagabend ein Satz von Kapitän Marvin Schwäbe bei vielen Anhängern nicht gut an.

Marvin Schwäbe meinte es nach dem 0:1 des 1. FC Köln bei Eintracht Frankfurt sicherlich nicht undankbar in Richtung der Geißböcke-Fans, als er sagte: „Für mich wäre es auch okay, wenn wir unsere 40 Punkte zuhause holen würden.“ Der FC-Kapitän wollte damit lediglich signalisieren: Wenn es auswärts nicht klappt, müssen die Zähler für den Klassenerhalt eben in Müngersdorf her.

Für die 6.000 mitgereisten FC-Fans jedoch war es am Freitagabend mal wieder eine herbe Enttäuschung, die Reise aus Köln auf sich genommen zu haben. Manche hatten stundenlang in Staus gesteckt, manche extra Übernachtungen in Frankfurt einkalkuliert, um nicht noch nachts zurückfahren zu müssen. Treue Anhänger, die jede Reise für ihren FC auf sich nehmen – und die seit einem Jahr nichts als Ärger erleben, wenn sie unterwegs sind.

FC muss aufpassen, dass die Stimmung nicht kippt

Denn das 0:1 des FC bei der Eintracht war das 16. Auswärtsspiel in Folge ohne Sieg. Nur mickrige sechs Unentschieden holten die Geißböcke bei satten zehn Niederlagen. Eine Katastrophen-Bilanz, die niemand schönreden sollte. Und eigentlich die Bilanz eines Abstiegskandidaten, insofern ein Grund, sie ernst zu nehmen und endlich zu beenden. Oder, wie es Said El Mala ausdrückte: „Das kann extrem gefährlich werden. Wenn wir auswärts keine Punkte holen, wird es schwer.“

Wer Schwäbe kennt, der weiß: Dem 31-Jährigen liegt es fern, die Belange der Kölner Anhänger nicht zu berücksichtigen. Der Ärger, der sich nach seiner Aussage jedoch in den sozialen Netzwerken entlud, sollte dem FC eine Warnung sein. Auch am Freitag unterstützten die mitgereisten Anhänger ihre Mannschaft wieder lautstark, hinterher gab es keine harte, negative Reaktion auf die neuerliche Niederlage. Doch das sollte der FC nicht als selbstverständlich betrachten.

FC-Fans reisen 4000 Kilometer pro Saison

Die Stimmung rund um den FC ist bereits seit Wochen angespannt. Der Derbysieg glättete viele Wogen. Doch so langsam wächst der Unmut unter den Fans ob der nun ein Jahr lang anhaltenden Auswärtsschwäche. Rund 4000 Kilometer fahren die FC-Anhänger ihrer Mannschaft jede Saison aus Köln durch die Republik hinterher. Ein zeitlicher, finanzieller und auch emotionaler Aufwand, der seit Oktober 2025 nicht mehr mit einem Sieg belohnt wurde.

Es wird also höchste Zeit für den FC, diese fatale Serie zu beenden. Die nächste Chance bietet die Reise nach Berlin-Köpenick zu Union Berlin am 1. November. Sollte es auch da nicht gelingen, den Auswärtsbock umzustoßen, dürfte es drei Wochen später umso schwerer werden: beim FC Bayern München am 20. November. Anschließend folgen in 2026 nur noch die beiden Dezember-Auswärtsspiele in Augsburg und Mainz. Vier Chancen also noch, die Fan-Seele zu beruhigen und endlich mal wieder den Gästeblock in Verzückung zu versetzen. Denn El Mala hat Recht: Alleine auf Heim-Punkte zu hoffen, ist im Abstiegskampf „extrem gefährlich“.

Nichts vom FC verpassen: Macht den GEISSBLOG zu eurer bevorzugten Quelle bei Google.
Ein Klick, ein Häkchen, mehr nicht: GEISSBLOG als bevorzugte Quelle hinzufügen →

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
12 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete