„Wir sondieren den Markt“: Kessler deutet Wintertransfers an

Thomas Kessler in Frankfurt. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)
Thomas Kessler in Frankfurt. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)

Der 1. FC Köln muss im Winter auf dem Transfermarkt nachlegen. Das hat Sportchef Thomas Kessler am Freitag in Frankfurt angedeutet. Die Verletzungsmisere zwingt den 40-Jährigen zum Handeln.

Als der 1. FC Köln in der Schlussphase bei Eintracht Frankfurt mit 0:1 zurücklag, brachte Trainer René Wagner seine letzten beiden Joker. Luca Waldschmidt und Reigan Heskey kamen für Said El Mala und Sebastian Sebulonsen. Es brachte nichts. Heskey hatte zwar noch den Ausgleich auf dem Fuß. Waldschmidt hingegen fand nicht mehr in die Partie.

Die Alternativen für Wagner wären Linksverteidiger Gideon Mensah, Innenverteidiger-Talent Assad Kotya-Fofana und Rechtsaußen Jan Thielmann gewesen. Kein Stoßstürmer, kein Bulle für hohe Bälle, kein Mann für die Brechstange stand mehr zur Verfügung. Und genau das wird zunächst auch so bleiben.

Darum muss der FC schon jetzt handeln

Thijs Dallinga fällt bis kurz vor Saisonende aus. Ragnar Ache wird wohl erst irgendwann nach der Länderspielpause im November zurückkehren. Zudem ist Imad Rondic, eigentlich ohnehin nicht mehr eingeplant, nun auch erst einmal für vier Wochen raus, obwohl der FC bis heute die Verletzung im Detail nicht bestätigt oder kommentiert hat. Alle drei Mittelstürmer fallen demnach aus – ein herber Schlag für die Geißböcke.

Hinzu kommt Ellyes Skhiri, der laut Wagner mindestens bis in den Januar hinein ausfallen wird. Seine schwere Sprunggelenksverletzung kostet die Geißböcke den eingeplanten Stabilisator, auch wenn Tom Krauß die Rolle sofort gut übernahm. Was also macht der FC nun? Und zwar nicht mit Blick auf die nächsten Spiele, sondern mit Blick auf die Transferperiode im Winter, die bereits in zweieinhalb Monaten beginnt und für die der FC sich gut vorbereiten muss.

Mittelstürmer soll so früh wie möglich feststehen

„Natürlich ist es ärgerlich, dass Thijs ausfällt, auch dass Ellyes erst einmal ausfällt. Wir sondieren jetzt den Markt, das ist unsere Aufgabe“, sagte Kessler am Freitag in Frankfurt am Sky-Mikrofon. Nach GEISSBLOG-Informationen ist entschieden, dass ein neuer Mittelstürmer kommen muss. Möglichst wollen die Geißböcke diesen bereits zum 1. Januar präsentieren, denn der Spielplan gibt dem FC zumindest einen kleinen Vorteil.

Weil vor Weihnachten nur 14 Spieltage in der Hinrunde gespielt werden, könnte der neue Mann bereits ab dem 15. Spieltag eingesetzt werden und damit drei Partien in der Hinrunde absolvieren. Da alleine im Januar 2027 fünf Bundesliga-Spiele stattfinden werden, würde dem FC ein frühzeitiger Transfer – womöglich schon vor Weihnachten unter Dach und Fach gebracht – helfen. Sollte es Kessler also schon jetzt gelingen, eine Neuverpflichtungen für Januar auf den Weg zu bringen, hätten die Geißböcke zumindest ab Januar Planungssicherheit und die dringend benötigte Verstärkung in der Sturmspitze.

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