Ein Mainzer Vorbild, ein Schlüssel zum Sieg – und die logische Startelf-Änderung?

FC-Trainer René Wagner. (Foto: Bucco)
FC-Trainer René Wagner. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln will gegen den FC Schalke 04 den dritten Sieg im vierten Heimspiel feiern. René Wagner dürfte dafür einen logischen Wechsel in seiner Startelf vornehmen – den erwartet auch Miron Muslic.

So ernüchternd die Auswärtsspiele des 1. FC Köln bislang waren, so positiv liest sich die Heimbilanz. Drei Spiele, sieben Punkte – in dem Wissen, dass es sogar neun hätten sein können oder müssen, wenn man an das 1:1 gegen Werder Bremen zurückdenkt. Am Samstagnachmittag gegen Schalke sollen die Zähler acht, neun und zehn folgen.

„Wir wollen zu Hause eine Macht werden und unsere Bilanz beibehalten“, sagt René Wagner. „Wir wollen den Fans einen geilen Sieg schenken und damit dann in die Englische Woche gehen.“ Für den FC-Trainer gibt es einen eindeutigen Schlüssel zum Sieg: „Wir müssen mehr Leidenschaft als die Schalker zeigen.“

Wagner weiß um Schalkes Plan

Die Leidenschaft und die Grundtugenden sind es, die den Aufsteiger ausmachen – die schon ein 0:0 gegen die eigentlich übermächtigen Bayern möglich gemacht haben. „Schalke hat super Basics, kann brandgefährlich nach Umschaltmomenten werden“, warnt Wagner und fordert daher: „Zweikämpfe gewinnen, zweite Bälle erobern, Vollgas geben.“ Eben die Basics.

Der FC-Trainer will vor heimischer Kulisse, so ist es stets sein Plan, dominant auftreten und stellt sich auf einen passiven Gegner ein. „Für uns geht es darum, uns Chancen zu kreieren, das ist natürlich bei tief stehenden Gegnern immer etwas schwierig. Wir wissen, mit welchem Plan Schalke bei uns auftreten wird.“

Sein Schalker Kollege glaubt ebenfalls zu wissen, was Wagner und der FC vorhaben: „Sie werden sicherlich in ihre gewohnte Formation mit einer Viererkette zurückkehren“, prophezeit Miron Muslic. Nach der Premiere der Dreierkette in Frankfurt dürfte Mikey Moore zugunsten eines Innenverteidigers wieder in der Startelf stehen.

Muslic will El Mala stoppen

Setzt Wagner im Abwehrzentrum nicht auf zwei Rechtsfüße, droht Joel Schmied wieder die Bank – obwohl der Schweizer in Frankfurt bis zu seiner Verletzung mehr überzeugen konnte als Luka Lochoshvili. Offen ist das Rennen auf der Rechtsverteidiger-Position zwischen dem robusteren Sebastian Sebulonsen und dem offensivstärkeren Alessio Castro-Montes.

„Es gilt, ihre Stärken zu drosseln – ihnen ihre Wucht zu nehmen“, beschreibt Muslic den Schalker Plan und denkt dabei vor allem an einen Kölner: „Mit Said El Mala haben sie natürlich einen Unterschiedsspieler.“ Der Schalker Coach schwärmt: „Gute Spieler haben immer eine Waffe. Top-Spieler haben mehrere Waffen. Said ist ein Top-Spieler, der eine unfassbare Dynamik, einen unfassbaren Speed hat. Seine Waffe ist sein Abschluss mit einem Patent-Move, er fühlt sich aber auch mit dem linken Fuß extrem wohl.“

Macht’s El Mala wie Becker?

In der Vorwoche hatte der Mainzer Angreifer Sheraldo Becker der königsblauen Defensive mit seinem Tempo arge Probleme bereitet und Muslic weiß: „Said hat sicherlich die gleichen Fähigkeiten, vielleicht auch einen besseren Abschluss. Wir müssen es kollektiv besser verteidigen, wir waren gegen Mainz nicht an unserem Leistungslimit.“ El Mala wiederum konnte im Vorfeld beobachten, wie sich Schalke in Bedrängnis bringen lässt.

So könnte der 1. FC Köln beginnen: Schwäbe – Sebulonsen, Simpson-Pusey, Lochoshvili, Sosa – Johannesson, Krauß – Maina, Moore, Bülter – El Mala

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